Unesco: Umgang mit Lawinen zählt nun zum Kulturerbe
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UnescoUmgang mit Lawinen zählt nun zum Kulturerbe

Die Schweiz hat ein neues Unesco-Kulturerbe. Der Umgang mit Lawinen wurde auf die Liste aufgenommen.

von
fss
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Der Schweizer Umgang mit der Lawinengefahr zählt nun zum Kulturerbe der Unesco.

Der Schweizer Umgang mit der Lawinengefahr zählt nun zum Kulturerbe der Unesco.

Keystone/Alessandro Della Bella
Die kollektiven Kenntnisse, Erfahrungen und Strategien zum Umgang mit dieser Naturgefahr würden in den betroffenen Gebieten ständig erneuert.

Die kollektiven Kenntnisse, Erfahrungen und Strategien zum Umgang mit dieser Naturgefahr würden in den betroffenen Gebieten ständig erneuert.

Kantonspolizei Graubünden
Die Kandidatur war von der Schweiz gemeinsam mit Österreich 2017 lanciert worden.

Die Kandidatur war von der Schweiz gemeinsam mit Österreich 2017 lanciert worden.

Die Basler Fasnacht, der Tango und der Schweizer Umgang mit Lawinengefahr haben etwas gemeinsam. Sie gehören alle zur Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes. Nun wurde auch der Schweizer Umgang mit Lawinengefahr in die Liste aufgenommen. Dies hat die Unesco am Donnerstag in Mauritius beschlossen.

Lawinen führten im Alpenraum zu neuen Formen des kollektiven Umgangs mit Risiken, hält das Bundesamt für Kultur (BAK) in einer Mitteilung fest. Die kollektiven Kenntnisse, Erfahrungen und Strategien zum Umgang mit dieser Naturgefahr würden in den betroffenen Gebieten ständig erneuert.

Mehr als 400 Titel aus diversen Bereichen auf der Liste

Die Kandidatur war von der Schweiz gemeinsam mit Österreich 2017 lanciert worden. Sie entstand aus einer Zusammenarbeit des BAK, des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), des Schweizer Alpenclubs (SAC), des Schweizer Bergführerverband (SBV), des Bundesamts für Umwelt (BAFU) der Fondation Barry und des Kantons Wallis sowie der österreichischen Unesco-Kommission.

Die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes enthält bereits mehr als 400 Titel aus Bereichen wie Tanz, Theater, Musik und Handwerk. Anders als bei der Welterbe-Liste der Unesco für Kultur- und Naturstätten geht es um traditionelles Wissen, das von Gemeinschaften in aller Welt weitergegeben wird. Über Neuzugänge berät die Unesco-Kommission noch bis Samstag. (fss/sda)

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