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Nati auf dem PrüfstandUmschalten auf WM-Modus

Am Dienstag steht die WM-Hauptprobe der Schweiz gegen Peru an. Ottmar Hitzfeld hat mit seiner Nati für das WM-Turnier ein klares Ziel: «Geschichte schreiben!»

von
Sandro Compagno

Am Montagvormittag um 10.25 Uhr hat Teammanager Philipp Ebneter die Kaderliste der Schweiz termingerecht an die Fifa übermittelt. Es sind jene 23 Spieler, die acht Tage zuvor im Park Hotel in Weggis eingecheckt haben. Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld durfte zufrieden feststellen: «Die Verletztenliste ist leer.» Im Detail: Sowohl Tranquillo Barnetta (Muskelfaserriss), als auch Fabian Schär (Knieoperation) und Mario Gavranovic, der sich im Camp in Weggis den Fuss vertrat, sind fit und bereit für die Reise nach Brasilien. Am Freitag um 22.40 Uhr startet die Nati in ihr WM-Abenteuer. «Vielleicht können wir Fussball-Geschichte schreiben», sagt Hitzfeld vor seiner letzten grossen Aufgabe als Fussballtrainer, und schiebt entschlossen nach: «Das ist unser Ziel!»

Zuerst aber steht am Dienstagabend in der erneut ausverkauften Luzerner Swissporarena im Testspiel gegen Peru die WM-Hauptprobe an. «Die Mannschaft steht auf dem Prüfstand», sagt Hitzfeld und lässt durchblicken, dass die Zeit für Experimente vorbei sei. Und damit auch die Zeit des etwas sehr offensiv proklamierten Konkurrenzkampfes in einer Mannschaft, die sich fast von selbst aufstellt. Schon am Sonntag hatte er im Training eine A- und eine B-Mannschaft gebildet.

Inneren Schweinehund überwinden

Auf die Frage, ob die A-Mannschaft in Luzern auf dem Platz stehen werde, sprach der 65-jährige Deutsche Klartext: «So in etwa.» So werden Steve von Bergen und Fabian Schär das Abwehrzentrum bilden, hinter Josip Drmic als einzige Spitze soll erneut Granit Xhaka spielen, trotz durchzogener Leistung beim 1:0 gegen Jamaika am letzten Freitag. Hitzfeld: «Es ist mir klar, dass er im Verein zuletzt wenig Spielpraxis hatte. Aber um ihn fit zu bekommen, muss er regelmässig spielen.»

Gegen Peru fordert Hitzfeld Verbesserungen des Passspiels und auch im läuferischen Bereich will er Fortschritte sehen: «Wir wollen die Gelegenheit nutzen, den inneren Schweinehund zu überwinden.» Die Nati muss jetzt in den WM-Modus finden.

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