«Geserhus»: Umstrittene Heimleiterin tritt per sofort zurück

Aktualisiert

«Geserhus»Umstrittene Heimleiterin tritt per sofort zurück

Nach schweren Vorwürfen gegen ihre Person ist die Leiterin des Altersheims «Geserhus» in Rebstein mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.

Nach schweren Vorwürfen der unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter (UBA) ist die Leiterin des Altersheims «Geserhus» in Rebstein am Mittwoch mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der Verwaltungsrat setzte für neun Wochen einen Übergangsleiter ein.

Ende März war die UBA mit massiven Vorwürfen gegen die Heimleiterin an die Öffentlichkeit getreten. Bei der UBA hätten sich 28 Personen gemeldet und auf schwere Missstände im Heim hingewiesen, hiess es.

Essen rationiert

Übergewichtigen Heimbewohnern sei das Essen weggenommen worden mit der Begründung, sie seien zu dick, reklamierte die UBA. Laut Aussagen von Angehörigen und Mitarbeitern seien Sterbende in den Keller in ein Zimmer ohne Fenster gebracht worden. Zudem seien zahlreiche Heimbewohner mit Medikamenten ruhiggestellt worden.

Zünd hatte früher das Alterszentrum Kappelhof in Wittenbach SG geführt und war zuletzt im Amt für Soziales des Kantons St. Gallen tätig. Bevor Thomas Zünd eine neue Stelle antreten wird, soll er laut Eggenberger wichtigste Schritte zur Reorganisation der Pflege und des Betriebs im «Geserhus» in Rebstein einleiten.

In welcher Position die bisherige Heimleiterin weiterarbeiten wird, ist laut Eggenberger noch nicht bestimmt. Ihr Stellvertreter im Heim trat nicht zurück. Pikant: Er ist der Partner der Leiterin.

Im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen führt die St. Galler Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Unbekannt. Eggenberger hatte bei seinem Amtsantritt im Februar ein externes Gutachten in Auftrag gegeben. Der Bericht liegt nun vor - und zeigt laut Andreas Eggenberger Fehler auf. Diese soll Thomas Zünd nun rasch beheben.

(sda)

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