Aktualisiert 31.01.2012 15:57

Schachzug

Umstrittener Tigers-Captain bleibt

Die SCL Tigers müssen ihren Captain Pascal Pelletier behalten. Der francokanadische Stürmer hat die Option auf eine Vertragsverlängerung eingelöst.

von
Klaus Zaugg
Pascal Pelletier bleibt ein weiteres Jahr im Emmental. (Bild: Keystone)

Pascal Pelletier bleibt ein weiteres Jahr im Emmental. (Bild: Keystone)

Langnaus umstrittener Captain Pascal Pelletier (29) wird auch nächste Saison für die SCL Tigers spielen. Der francokanadische Stürmer hat seine einseitige Option eingelöst und darf damit eine weitere Saison bis ins Frühjahr 2013 im Emmental bleiben. Es war also an Pelletier zu entscheiden, ob er bleiben will oder nicht. Die SCL Tigers müssen mit Pelletier verlängern. Die Frage deshalb an Langnaus Trainer John Fust: Haben Sie eine Flasche Champagner aufgemacht um den Verbleib von Pelletier zu feiern?

Der studierte Psychologe und Politik-Wissenschaftler lässt sich von 20 Minuten Online nicht provozieren: «Ich mache höchstens eine Flasche Champagner auf, wenn wir die Saison glücklich zu Ende gebracht haben. Pascal Pelletier ist ein guter Spieler und ich bin froh, dass ich weiterhin auf ihn zählen kann.» Er bestreitet zwar nicht, dass Pascal Pelletier am letzten Samstag fürs Spiel gegen Zug zum ersten Mal ganz hochoffiziell als überzähliger Ausländer auf die Tribüne geschickt worden ist. Doch er findet gegenüber 20 Minuten Online für diesen Entscheid eine geradezu salomonische Erklärung: «Wir haben ihn offiziell als überzählig gemeldet, das stimmt. Aber wir haben ihn eigentlich wegen einer Verletzung geschont, die wir im Hinblick auf die Playouts geheim halten wollen. Das Risiko, dass dann halt andere Schlüsse gezogen werden, sind wir bewusst eingegangen.» Es ist die beste Ausrede des soeben angelaufenen Sportjahres 2012.

Zu viele Francokanadier?

John Fust sagt, er habe die Analyse auf 20 Minuten Online über die Hintergründe des Scheiterns in dieser Saison gelesen («Die Frösche legen die Tiger lahm») und betont noch einmal, dass es keinen Zusammenhang zwischen Leistung und Herkunft gebe. Er bestätigt indes die Unzufriedenheit über die Gesamtleistung des Trios Pascal Pelletier/Joel Perrault/Robin Leblanc. Perrault ist inzwischen nach Ambri abgeschoben worden, Pelletier bleibt und Leblanc hat noch einen Vertrag für die nächste Saison. Fust bestätigt, dass es Anfragen von anderen Klubs zur Übernahme des Vertrages von Leblanc gegeben hat. Aber ein Entscheid sei noch nicht gefallen. «Er hat die Chance, in der Schlussphase die Saison zu retten.»

Viel Arbeit für John Fust, und gottseidank ist er studierter Psychologe: Sobald Thurgau die NLB-Saison beendet hat, kommt mit dem Schillerfalter Thomas Nüssli ein weiterer schwierig zu führender, aber hoch talentierter Spieler als Verstärkung bis Saisonende. Uneingeschränkt freuen wird sich Langnaus Trainer, wenn es Manager Ruedi Zesiger nächste Woche gelingt, den kanadischen Stürmer Kurtis McLean für eine weite Saison zu verpflichten. Die Gespräche sind auf guten Wegen.

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