Aktualisiert

RekordentschädigungUmwelt-Verschmutzer zahlen Milliarden

Raketentreibstoff im Lake Mead und radioaktiver Abfall im Indianer-Territorium. Für diese Umweltschäden bezahlt Anadarko Petroleum 5,15 Milliarden Dollar Entschädigung.

Im Territorium der Navajo-Indianer hat die Tochterfirma von Anadarko Petroleum, Kerr McGee, radioaktiven Abfall gelagert. Hier zu sehen die Cove Mine in US-Staat Arizona.

Im Territorium der Navajo-Indianer hat die Tochterfirma von Anadarko Petroleum, Kerr McGee, radioaktiven Abfall gelagert. Hier zu sehen die Cove Mine in US-Staat Arizona.

Für die Rekordsumme von 5,15 Milliarden Dollar hat die US-Regierung einen Rechtsstreit mit dem Unternehmen Anadarko Petroleum beigelegt. Dabei ging es um die Dekontaminierung von tausenden Standorten, die über Jahrzehnte mit Chemikalien verseucht worden waren.

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits standen die Anadarko-Tochterunternehmen Tronox beziehungsweise Kerr-McGee. Letzteres war 1929 gegründet und 2006 von Anadarko aufgekauft worden – mit einem langen Umweltsünden-Register.

So hatte Kerr-McGee den Lake Mead mit Raketentreibstoff verschmutzt, radioaktiven Abfall im Territorium der Navajo-Indianer gelagert und die Standorte seiner holzverarbeitenden Betriebe im Osten, Mittleren Westen und Süden des Landes mit krebserregenden Substanzen verseucht. Insgesamt waren 22 US-Staaten betroffen. Ursprünglich hatte die US-Regierung sogar 25 Milliarden Dollar für die Schäden gefordert. (sda)

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