Aargau: Umweltbehörde rechnet mit mehr Hochwasser

Aktualisiert

AargauUmweltbehörde rechnet mit mehr Hochwasser

Der Klimawandel führt in den kommenden 40 Jahren im Kanton Aargau voraussichtlich zu höheren Hochwasserspitzen in den Wintermonaten.

Gleichzeitig werden trocken-heisse Sommer häufiger. Dies zeigt ein Bericht des Kantons über die Auswirkungen des Klimawandels auf.

Der bisher niedrige Abfluss der Flüsse Aare, Reuss, Limmat und Rhein in den Wintermonaten werde steigen. Anderseits nehme der typischerweise hohe Abfluss im Sommer mit einer Spitze während der Schneeschmelze ab.

Die gesamte Abflussmenge werde bis ins Jahr 2050 um rund zehn Prozent zurückgehen, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten 150-seitigen Bericht des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt (BVU).

Von Bedeutung für den Aargau als Wasserschloss der Schweiz sei die prognostizierte Zunahme von häufigeren und höheren Hochwasserspitzen im Winter. Wegen dieser Entwicklung sei das regionale und kantonsübergreifende Hochwassermanagement weiter zu entwickeln.

Rund ein Fünftel des aargauischen Siedlungsgebietes sind gemäss Umweltbehörde bei einem Extremereignis hochwassergefährdet. Der grösste Teil dieses Gebietes sei bereits überbaut.

Grundwasser gefährdet

Trocken-warme Sommer wie der Hitzesommer 2003 werden gemäss Bericht häufiger. Dies könne dazu führen, dass sich die Grundwasserspiegel in Tälern mit Bächen nicht mehr genügend erholten und die Förderung von Grundwasser teilweise eingeschränkt werde.

Das BVU versteht den Bericht als «systematische Auslegeordnung» von möglichen Folgen des Klimawandels. Er soll als Grundlage für die die Raumentwicklung, für den Natur- und Landschaftsschutz sowie für den Gewässer- und Hochwasserschutz dienen.

(sda)

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