Aktualisiert 05.03.2008 23:30

Umweltschützer kritisieren die Ostergames der Radios

Umwelt-
schützer kritisieren die
Ostergames der
Zentralschweizer Radios.
Deren Hörer sind mit
ihren Autos im ganzen
Sendegebiet unterwegs.

von
Liliane Barth

Am Ostersonntag verstecken Radio Pilatus und Radio Sunshine Osternester in ihrem Sendegebiet. Dieses umfasst die Zentralschweiz und reicht weit in den Kanton Zürich und in den Aargau.

Viele Radiohörer machen sich mit dem Auto auf die Suche nach den Preisen im Gesamtwert von mehreren zehntausend Franken. Dies stösst Umweltschützern sauer auf. Roger Hodel, Geschäftsführer von Pro Natura Seetal: «Ich würde die Nester an Stellen verstecken, wo sowieso schon viele Leute ihre Freizeit verbringen, dann würde das Auto eventuell zu Hause bleiben.» Und Michael Töngi, Kopräsident der Grünen Kanton Luzern, schlägt vor: «Man könnte die Nester entlang von Velowegen verstecken.» Dani Steigmeier, Moderator von Radio Sunshine, beteuert, dass dem Redaktionsteam die Natur sehr wohl am Herzen liege: «Wir achten darauf, dass die Verstecke nicht nur per Auto erreichbar sind.» Und Joachim Freiberg, CEO von Radio Pilatus, ergänzt: «Wir können die Leute nicht bevormunden, wie sie suchen sollen.» Ohne Autos oder ÖV kommt das Ostergame von Radio Central aus. Hier kann man bequem von zu Hause aus Preise einheimsen.

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