Atomstreit: UN-Inspektoren reisen in den Iran
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AtomstreitUN-Inspektoren reisen in den Iran

Ein Team der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist in den Iran gereist, um eine bis vor kurzem noch geheimgehaltene Anlage zur Urananreicherung zu kontrollieren. Bei den Inspektionen geht es darum festzustellen, ob die Anlage der zivilen Nutzung der Kernenergie dient.

Teheran hatte im Streit über sein Atomprogramm zuletzt auf Zeit gespielt. Die iranische Führung schob am Freitag eine Antwort auf einen internationalen Vorschlag zur Beilegung des Streits hinaus und kündigte eine Entscheidung für Mitte nächster Woche an. Man benötige für die Prüfung des Vorschlags mehr Zeit, hiess es

Unterhändler des Irans, Russlands, Frankreichs und der USA hatten am Mittwoch am Sitz der IAEA in Wien eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet. In der Vereinbarung geht es darum, dass bereits angereichertes iranisches Uran grösstenteils nach Russland verschifft und dort zur Herstellung von Brennstäben für Kernkraftwerke aufbereitet werden soll. Damit soll sichergestellt werden, dass die Regierung in Teheran keine Atomwaffen bauen kann, was sie nach eigener Darstellung gar nicht anstrebt. (dapd)

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