Gazastreifen: UN verlangen Öffnung aller Grenzen
Aktualisiert

GazastreifenUN verlangen Öffnung aller Grenzen

Der UN-Nothilfekoordinator John Holmes will sich für die Öffnung aller Grenzen zum Gazastreifen einsetzen. Dies sei nicht nur für die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln notwendig, sondern auch für die Lieferung von Baumaterial.

Just dieses Baumaterialien blockiert Israel aber schon seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen im Juni 2007. Holmes sagte, es sei «absolut kritisch», dass Israel das Verbot für die Lieferung von Zement, Rohren und anderem Material aufhebe und ihre Einfuhr in den Gazastreifen erlaube. Sonst komme der notwendige Wiederaufbau nicht voran, sagte Holmes, der am Mittwoch in Israel erwartet wurde. Er werde dort auch darauf dringen, dass alle Mitarbeiter internationaler Organisationen in den Gazastreifen einreisen könnten. «Theoretisch haben sie die Erlaubnis. In der Praxis ist es aber sehr schwer, in den Gazastreifen zu kommen.»

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte bei einem Besuch im Gazastreifen am Dienstag das Ausmass der Zerstörung durch die dreiwöchige israelische Militäroffensive als «herzzerreissend» bezeichnet. Er forderte eine vorbehaltlose Untersuchung des Beschusses von drei Gebäuden der Vereinten Nationen durch die israelischen Streitkräfte. Ein UN-Sprecher hatte nach dem Beschuss von Einrichtungen der Organisation eine Untersuchung auf mögliche Kriegsverbrechen gefordert.

Nach dem Ende der israelischen Offensive mit rund 1.300 Toten auf Seiten der Palästinenser hielt die Hamas am Dienstag neun Siegeskundgebungen ab. In den Städten Gaza und Khan Junis feierten mehrere tausend Hamas-Anhänger das Ende der Kämpfe. Sprecher der Hamas sprachen von einem Sieg der Organisation über die israelische Besatzungsmacht. Als Zeichen der ungebrochenen Kontrolle über den Gazastreifen patrouillierten in Gaza auch erstmals wieder Sicherheitskräfte der Hamas.

(sda)

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