Aktualisiert 30.06.2009 20:57

HondurasUN-Vollversammlung verurteilt Putsch

Die UNO-Vollversammlung hat sich für die «umgehende und bedingungslose» Wiedereinsetzung von Manuel Zelaya als Staatschef von Honduras ausgesprochen.

In einer in Zelayas Anwesenheit per Akklamation angenommenen Resolution verurteilte die UNO-Vollversammlung den Staatsstreich vom Sonntag, durch den die «demokratische und verfassungsmässige Ordnung» in dem zentralamerikanischen Staat «unterbrochen» worden sei. Die 192 UNO-Mitgliedsstaaten wurden aufgefordert, «keine andere Regierung als die des verfassungsmässigen Präsidenten Zelaya anzuerkennen».

Zelaya sagte vor der Vollversammlung, er strebe keine zweite Amtszeit an. Das Militär hatte Zelaya am Sonntag abgesetzt und nach Costa Rica ausgeflogen. Der ursprünglich konservative Staatschef durch eine Reihe von Sozial- und Wirtschaftsreformen die Unternehmerschaft gegen sich aufgebracht.

Die Armee begründete ihren Putsch offiziell mit Zelayas Streben nach einer in der Verfassung nicht vorgesehenen weiteren Amtszeit als Präsident im November.

Zelaya wollte nach eigenen Angaben am Mittwoch zu Gesprächen nach Washington weiterreisen. US-Präsident Barack Obama hatte erklärt, für ihn bleibe Zelaya, der sein Mandat noch nicht vollendet habe, Honduras' demokratischer Präsident. Für Donnerstag kündigte Zelaya seine Rückkehr nach Honduras an. Ein Richter in Tegucigalpa kündigte für diesen Fall Zelayas Festnahme an.

(sda)

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