Unabhängigkeit für Kosovo erwartet
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Unabhängigkeit für Kosovo erwartet

Der EU-Sonderkoordinator für den Stabilitätspakt Südosteuropa, Erhard Busek, rechnet mit einer Unabhängigkeit des Kosovo. Heute beginnen in Wien direkte Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs von Serben und Albanern über die Zukunft des Kosovo.

«Das ist zwar ein langwieriger Prozess, aber letztendlich wird die Unabhängigkeit kommen», sagte Busek dem Berliner «Tagesspiegel».

Bis es soweit sei, müsse die EU im Balkanstaat schrittweise mehr Verantwortung übernehmen, weil die Vereinten Nationen dort an ihre Grenzen stiessen. «Ausserdem liegt das Kosovo nun einmal in Europa», sagte der Österreicher gegenüber der am Montag erscheinenden Zeitung. «Die Sache ist also unser Problem.»

Am Montag beginnen in Wien direkte Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs von Serben und Albanern über die Zukunft des Kosovo - zum ersten Mal seit den NATO-Luftangriffen von 1999 auf Serbien.

Beim eintägigen Treffen unter Leitung des UNO-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari soll es erstmals um Kernfragen des künftigen Status der Region gehen. Das Kosovo gehört völkerrechtlich bis heute zu Serbien, steht aber seit 1999 unter UNO-Verwaltung. Die mehrheitlich albanischstämmige Bevölkerung will die Unabhängigkeit.

(sda)

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