Unbefristeter Streik bei Filtrona

Aktualisiert

Unbefristeter Streik bei Filtrona

Die 150 Angestellten von Filtrona Schweiz in Crissier VD sind am Dienstagnachmittag in einen unbefristeten Streik getreten. Filtrona Schweiz stellt Filter für Spezialzigaretten her.

Sie befürchten die Schliessung des Produktionsstandortes und stellen Forderungen an die Direktion.

«Alle Angestellten des Unternehmens lassen die Arbeit ruhen», sagte Beatriz Rosende von der Gewerkschaft Comedia gegenüber der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage. Über die Fortsetzung des Streiks werde am Mittwochnachmittag entschieden.

Filtrona Schweiz stellt Filter für Spezialzigaretten her. Die Firma wurde im Oktober 2003 von Baumgartner Papiers an die britische Bunzl-Gruppe verkauft. Zur Sicherung der Arbeitsplätze in Crissier wurde damals ein Sozialplan ausgehandelt, der am 31. Dezember 2004 abläuft.

Beunruhigende Anzeichen

«Seit einigen Wochen gibt es Anzeichen dafür, dass die Tage des Produktionsstandortes in Crissier gezählt sind», teilte die Gewerkschaft Comedia am Dienstag mit. So seien Produktionsmaschinen bereits abgebaut und nach England versandt worden.

Beunruhigend seien auch die nur noch minimen Materialreserven sowie die leeren Autragsbücher für Januar 2005. Zudem hätten verschiedene Kaderangestellte bereits die Kündigung erhalten. Und in der Produktion seien zuletzt 35 Angestellte über Temporärbüros rekrutiert worden.

Forderungen gestellt

An einem Treffen zwischen einer Personaldelegation und der Direktion forderten die Arbeitnehmer am Montag die Aufnahme von Verhandlungen für einen Gesamtarbeitsvertrag. Weiter verlangten sie die Verlängerung des Ende Jahr ablaufenden Sozialplanes.

«Die Direktion des Unternehmens wollte bisher nicht verhandeln und spielt auf Zeit», protestiert Comedia. So soll den Angaben zufolge erst am 10. Dezember über die Forderungen des Personals diskutiert werden. Die Angestellten seien unter diesen Umständen nicht gewillt, die Arbeit fortzusetzen.

(sda)

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