Zürich: Unbekannte gehen am See auf Polizisten los
Aktualisiert

ZürichUnbekannte gehen am See auf Polizisten los

An der Zürcher Seepromenade haben mehrere Unbekannte in der Nacht auf Sonntag Polizisten angegriffen. Ein Beamter wurde leicht verletzt.

von
jdr
Nach einer Kontrolle haben Unbekannte an der Seepromenade in Zürich Polizisten angegriffen: Die Stapo musste Tränengas und Gummischrot einsetzen. Menschen am Zürichsee (Symbolbild).

Nach einer Kontrolle haben Unbekannte an der Seepromenade in Zürich Polizisten angegriffen: Die Stapo musste Tränengas und Gummischrot einsetzen. Menschen am Zürichsee (Symbolbild).

Keystone/Patrick B. Kraemer

Zürcher Stadtpolizisten sind Samstagnacht mit Reizstoff und Gummischrot gegen unbekannte Angreifer vorgegangen. Kurz nach Mitternacht seien mehrere Patrouillen zu Fuss an der Seepromenade unterwegs gewesen. Auf die Kontrolle eines Mannes hin, der sie zuvor beschimpft hatte, sei es zu Ausschreitungen gekommen.

Diverse Unbekannte hätten sich mit den Kontrollierten solidarisiert und begonnen, die Polizisten zu bedrängen. Auch Flaschen seien als Wurfgeschosse gegen die Beamten eingesetzt worden. Dabei wurde ein Polizist getroffen und leicht verletzt.

Panik beim Partyvolk am See

Auch eine 20-Minuten-Leserin war vor Ort. Um Mitternacht herum war sie mit einer Gruppe von Kollegen am Seeufer auf der Höhe Bahnhof Stadelhofen unterwegs, als sie auf einmal eine grosse Menschengruppe in Panik wegrennen sah.

Bereits zuvor war ihr und ihren Freunden die starke Polizeipräsenz aufgefallen. Die Beamten seien «mit mehreren Kastenwagen und in voller Montur vor Ort» gewesen. «Meine Augen haben getränt, so viel Gas und Pfefferspray hat es gehabt. Wir sahen die Menschen rennen und wollten einfach nur weg.»

Nirgens habe es eine Information darüber gegeben, was vor sich gehe. «Auch mit Gummigeschossen wurde geschossen. Es herrschte totales Chaos», schildert die Frau gegenüber 20 Minuten.

Gummischrot-Einsatz war notwendig

Erst dank hinzueilender weiterer Einsatzkräfte sei es gelungen, «die immer aggressiver werdende Menge zu distanzieren und die Situation zu beruhigen», informiert die Stadtpolizei Zürich in einer Medienmitteilung.

Dafür sei der Einsatz von Gummischrot und Reizstoff notwendig gewesen. Beim Angriff sei auch ein Einsatzfahrzeug durch die Flaschenwürfe beschädigt worden.

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