17.10.2020 15:42

Edle ZuchtkarpfenUnbekannter setzt Kois im Sempachersee aus

In einer Facebook-Gruppe rätselt man über ungewöhnliche Fische im Sempachersee. Es handelt sich um Kois, die von einem Unbekannten ausgesetzt worden sein müssen.

von
Gianni Walther
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Kois im Sempachersee: Ein Unbekannter muss die Tiere im See ausgesetzt haben. 

Kois im Sempachersee: Ein Unbekannter muss die Tiere im See ausgesetzt haben.

Screenshot Facebook
Im Herbst 2019 entdeckte ein Leser-Reporter einen Koi im Rhein bei Birsfelden BL.

Im Herbst 2019 entdeckte ein Leser-Reporter einen Koi im Rhein bei Birsfelden BL.

Leser-Reporter
Ein Spezialist beim Kanton Basel-Landschaft bestätigte, dass es sich um einen Koi handelte.

Ein Spezialist beim Kanton Basel-Landschaft bestätigte, dass es sich um einen Koi handelte.

Leser-Reporter

Darum gehts

  • Ein Passant hat im Sempachersee ungewöhnliche Fische entdeckt.

  • Bei den Fischen handelt es sich um Kois, eine Zuchtform des Karpfens.

  • Für die Tiere werden teilweise hohe Summen bezahlt.

  • Ob die Fische für einheimische Tiere eine Gefahr sind, ist unklar.

Ungewohnter Anblick für einen Passanten am Sempachersee: Im Wasser hat er ungewöhnliche Fische entdeckt. In einer Facebook-Gruppe fragte er andere Nutzer, ob sie diese Fische kennen. «Für mich sind die irgendwie zu bunt für einen innerschweizer See», schreibt er dazu.

In den Kommentaren zum Facebook-Post sind sich viele einig: Es muss sich um Kois handeln, die ausgesetzt worden sind. Die Zuchtform des Karpfens ist besonders in Japan beliebt. Bei einem der Tiere müsse es sich um einen sogenannten Kohaku handeln, meint ein Facebook-Nutzer. Den Wert schätzt er auf 500 bis 1000 Franken. «Schade werden sie so entsorgt, wenn man sie nicht mehr möchte», meint eine weitere Kommentatorin.

Im Herbst 2019 entdeckte ein Leser-Reporter einen Koi im Rhein bei Birsfelden BL.

Leser-Reporter

Kois müssten eingefangen werden

Es handle sich tatsächlich um Kois, wie der Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Luzern Peter Ulmann gegenüber Zentralplus bestätigt. «Es kommt leider immer wieder vor, dass Kois oder andere nicht heimische Arten in Luzerner Gewässern ausgesetzt werden», sagt Ulmann zum Onlineportal.

Die Fische müssen laut Ulmann eingefangen werden, wenn das möglich und der Aufwand vertretbar ist. «Fängt sich gewollt oder per Zufall ein Exote an der Angel oder im Netz des Berufsfischers, darf er nicht wieder ins Gewässer entlassen werden, sondern muss entnommen und getötet werden.»

Ob die Tiere für einheimische Fische eine Gefahr sind, könne man nicht definitiv sagen. Ob ausgesetzte und nicht einheimische Tiere für einheimische Arten gefährlich werden können, zeige sich «leider oft erst nach Jahren und Jahrzehnten.

Hohe Summen werden für Kois gezahlt

Züchter und Sammler bezahlen für Kois teilweise sehr hohe Summen. Vor allem im asiatischen Raum sind die Fische sehr beliebt. Teilweise werden Kois auch für unglaublich hohe Summen verkauft. 2018 wurde etwa laut Business Insider ein Koi für 1,8 Millionen Dollar verkauft.

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100 Kommentare
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p.m

18.10.2020, 10:35

Sie sind keine Gefahr!

fischer

18.10.2020, 10:12

Im Sempachersee schwimmen seit über 10 Jahren Kois umher!

Unbekannte

18.10.2020, 09:54

Vielleicht wars ja eine Unbekannte, welche due Fische aussetzte. Ändert sich da nicht gleich dad innere Bild...?