Angst vor Krawallen: Unbewilligte Tanzdemo in Aarau angekündigt
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Angst vor KrawallenUnbewilligte Tanzdemo in Aarau angekündigt

Nur zwei Wochen nach «Tanz dich frei» in Bern wird in Aarau die nächste unbewilligte Tanz-Demonstration stattfinden. Die Angst vor ähnlichen Szenen wächst.

von
ame
Am 25. Mai richteten Chaoten während der Tanzdemonstration «Tanz dich frei» riesige Schäden an. Am 8. Juni findet in Aarau bereits die nächste unbewilligte Demonstration statt.

Am 25. Mai richteten Chaoten während der Tanzdemonstration «Tanz dich frei» riesige Schäden an. Am 8. Juni findet in Aarau bereits die nächste unbewilligte Demonstration statt.

Mehrere Hunderttausend Franken Schaden und 20 verletzte Kantonspolizisten: So lautete die traurige Bilanz nach der Demonstration «Tanz dich frei», die am 25. Mai in Bern stattfand. Nun ist bereits eine weitere unbewilligte Tanzdemonstration angekündigt: Am 8. Juni wird in Aarau für mehr Freiräume und ein autonomes Zentrum demonstriert.

Wie die «Aargauer Zeitung» berichtet, wird bei den verantwortlichen Personen derzeit geprüft, ob nach den Ereignissen in Bern in Aarau zusätzliche Massnahmen ergriffen werden sollen. Stadträtin Regina Jäggi, verantwortlich für die öffentliche Sicherheit, bestätigt, dass ihr die Bilder aus Bern etwas Angst machen.

Mögliche Organisatoren nicht gesprächsbereit

Mögliche Organisatoren wurden per Mail und Brief angeschrieben und zu einer Sitzung mit Stadt und Stadtpolizei eingeladen. «Doch da kam niemand und es hat sich niemand bei uns entschuldigt», so die Stadträtin. Trotzdem bleibe man laut Jäggi gesprächsbereit.

Für die Veranstaltung geworben wird von der Kampagne für ein autonomes Zentrum (KAZ) über Facebook, mit Flyern und auf dem Internetforum Indymedia. Dort bestätigt die KAZ, dass sie im April eine E-Mail vom Polizeichef der Stadt Aarau, Daniel Ringier, erhalten habe und auch einige Mitglieder per Brief kontaktiert wurden. In der E-Mail wurde man gebeten, «sich dem konstruktiven Dialog im Interesse der Sache nicht zu verschliessen und mit Daniel Ringier Kontakt aufzunehmen».

Polizisten sollen zu Hause bleiben

Einen Monat später folgte die nächste E-Mail, in der man dann zum Gespräch eingeladen wurde. Die KAZ schreibt jedoch, dass es etwas unklug sei, die Kosten von über 100'000 Franken aus der letztjährigen Tanzdemonstration den «Verantwortlichen» aufzwingen zu wollen und gleichzeitig zu versuchen, diese ausfindig zu machen und auf ein Gespräch einzuladen. Selbstverständlich sei man nicht zu diesem erschienen und habe das auch künftig nicht vor.

Die letzte Tanzdemonstration im September 2012 verlief ohne Zwischenfälle. 2000 Menschen tanzten friedlich durch Aarau. Die Stadtpolizei und die Kantonspolizei waren mit 125 Mann vor Ort.

In diesem Jahr werden sie von der KAZ aufgerufen, «am 8. Juni blau zu machen und zu Hause zu bleiben». Ausserdem fordert sie alle, die Post von Herrn Ringier oder anderen Polizisten erhalten, dazu auf, diese ins Altpapier zu werfen und kein Wort zur Polizei zu sagen.

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