Das Jahr der Verluste: Und am Ende waren 30 000 Milliarden weg
Aktualisiert

Das Jahr der VerlusteUnd am Ende waren 30 000 Milliarden weg

Das Börsenjahr 2008 war das zweitschlechteste der Geschichte. Nur in der Grossen Depression 1931 fielen die Indizes noch tiefer. Alle wichtigen Börsen haben im auslaufenden Jahr massiv verloren – mit einem Verlust von rund einem Drittel steht die Schweizer Börse noch gut da.

von
Dajan Roman

Das Börsenjahr 2008 wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Seit Anfang Jahr haben die Börsen weltweit fast 30 000 Milliarden Dollar an Wert verloren. Keiner der wichtigen Börsenplätze konnte sich dem Abwärtsstrudel entziehen.

Die Verlierer

Der Hang Seng Index (China/Hongkong) verlor seit dem 1.1.08 fast 50 Prozent an Wert. Ebenfalls um fast 50 Prozent gab der Straits Times Index in Singapur nach.

Die Top-Börsen-Loser 2008 sind aber die Leitindizes in Griechenland (minus 67 Prozent), Irland (minus 66 Prozent) und Österreich (minus 62 Prozent).

Das Mittelfeld

Der Leitindex des Euro-Raums, der DJ Euro Stoxx 50, notiert 46 Prozent tiefer, der europäische Leitindex, DJ Stoxx 50, mit 45 Prozent fast gleich tief. Der deutsche DAX verlor rund 43 Prozent, der französische CAC 44 Prozent. Der NASDAQ, der vorwiegend amerikanische Technologiewerte abbildet, verlor seit Anfang Jahr rund 43 Prozent an Wert; der Nikkei in Japan verlor rund 44 Prozent.

Die «Gewinner»

In diesem Jahr gibt es keine wirklichen Gewinner, es gibt lediglich Börsen, die weniger als die anderen verloren haben. Dabei teilt sich der Schweizer Leitindex SMI mit einem Verlust von rund 36 Prozent den zweiten Platz mit dem Dow Jones Industrial, der ebenfalls um rund 36 Prozent nachgab. Von allen wichtigsten Handelsplätzen steht London noch am besten da: Der Leitindex FTSE verlor seit Anfang Jahr rund 35 Prozent.

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