Ferienjobs zum Davonlaufen: Und das alles für eine Handvoll Franken
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Ferienjobs zum DavonlaufenUnd das alles für eine Handvoll Franken

Durch Abwasserröhren kriechen, mega verstaubte Archive mit Tapetenmustern aufräumen oder Pommes-frites-Herstellungsmaschinen vom Öl reinigen - welches war Ihr schlimmster Job ever?

«Ich war jung und brauchte das Geld» - ein Satz, der vor allem für viele Ferienjöbler zutrifft. Oft nutzen junge Menschen die Sommerferien, um ihre Kasse aufzubessern oder das Studium zu finanzieren. Dafür füllen sie wochenlang monoton Schrauben in Tütchen ab, säubern Filteranlagen, waschen Leichen oder schleppen Säcke im Akkord. Manch einer kann ein Lied singen von seinem Horror-Job in den Sommermonaten.

«Wie im Steinbruch»

Auch Olaf kann heute über seine einstige Taschengeld-Aufbesserungs-Maloche nur den Kopf schütteln: «Ich arbeitete sieben Wochen lang in einer Fabrik, die Tantal herstellte - ein spezielles Metall, dass unter anderem in der Raumfahrt eingesetzt wird. Mein Job war es, die gehärtete Masse aus einer drei Meter hohen Gussform heraus zu lösen und danach in faustgrosse Steine zu zerkleinern. Es war wie in einem Steinbruch. Ich durfte eine 100 Kilo schwere Fallbirne an einem elektrischen Flaschenzug immer wieder hochziehen und auf den Schmelzblock fallen lassen, bis dieser auseinander brach. Oft war er in seinem Kern noch mehrere 100 Grad heiss und ich hab mir trotz Spezialschutzhandschuhen mehrfach die Finger tüchtig verbrannt. Medizinball-grosse Brocken musste ich dann noch mit einem schweren Hammer zerkleinern und in eine Lore füllen. Wenn der ganze Block zerkleinert und verfrachtet war, gabs den nächsten - jeden Tag acht Stunden lang im Dreischichtbetrieb. An den Wochenenden sogar jeweils 12 Stunden.»

Schlimmer gehts immer

Miese Jobs gibt es genügend; gefährlich, eklig, dreckig - die Palette an haaresträubenden Ferienjobs ist gross. Hatten auch Sie einmal eine Kurzzeittätigkeit mit hohem Grausam-Faktor? Oder gehen Sie gerade einer abenteuerlichen Arbeit nach, um die Urlaubskasse aufzubessern? Mailen Sie Ihre Erlebnisse zusammen mit einem Foto und dem Betreff «Ferienjob» an community@20minuten.ch.

oku

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