Valentin Stocker: «... und sonst spielen wir halt ohne Stürmer»
Aktualisiert

Valentin Stocker«... und sonst spielen wir halt ohne Stürmer»

Man will sich den FCB im Moment nicht ohne Valentin Stocker vorstellen. Trainer Murat Yakin ist überzeugt, dass der Mittelfeldspieler die Mannschaft führen kann.

von
Eva Tedesco
Dnjepropetrowsk
Das abendliche FCB-Abschlusstraining am Trainingsgelände von Dnjepr Dnjepropetrowsk rund 20 Minuten ausserhalb von Dnjepropetrowsk. (Keystone)

Das abendliche FCB-Abschlusstraining am Trainingsgelände von Dnjepr Dnjepropetrowsk rund 20 Minuten ausserhalb von Dnjepropetrowsk. (Keystone)

Valentin Stocker traf im Hinspiel in der ersten Halbzeit zum 1:0 und servierte in der 67. Minute einen Eckball auf Marco Streller, der mit dem Kopf zum 2:0 traf. Der Krienser hat viel zur hervorragenden Ausgangslage gegen Dnjepropetrowsk beigetragen.

FCB-Trainer Murat Yakin zählt auch beim Rückspiel in Dnjepropetrowsk auf seinen – neben Abwehrchef Aleksandar Dragovic – formstärksten Spieler. Vielleicht sogar als Captain. «Vali hat die Fähigkeit, die Mannschaft zu führen», sagte Yakin rund 24 Stunden vor Kickoff im Dniprostadion. «Die Captainbinde wird aus dem Mannschaftsrat übernehmen – Valentin Stocker oder Yann Sommer.» Und was sagt Stocker?

Valentin Stocker, wie stehen die Chancen auf den Einzug in die Achtelfinals?

Valentin Stocker: Wenn uns ein ähnlich gutes Spiel gelingt, stehen sie gut. Aber wir müssen ihr Pressing, das sie vor allem in den ersten zehn Minuten in Heimspielen sehr gut aufgeziehen, in den Griff bekommen. Wir werden uns dazu sicher noch Videos anschauen und Lösungen finden. Und wer weiss, vielleicht gibt es ja wieder Schnee. (lacht)

Philipp Degen ist gesperrt, Marco Streller ist verletzt – Murat Yakin muss die Mannschaft umbauen. Waren Sie überrascht, dass Alex Frei nicht mitgereist ist?

Irgendwie schon. Aber ich weiss nicht, wie es genau um ihn steht. Ich denke, das wurde besprochen und schon richtig entschieden. Die Gesundheit steht immer im Vordergrund. Ich kann mit dreiundzwanzig Jahren ein grösseres Risiko eingehen, wie einer mit fast vierunddreissig. Für diese Spieler kann so etwas das Karrierenende bedeuten.

Können Sie sich vorstellen, im Sturm zu spielen?

Ich glaube nicht, dass mich der Trainer von meiner Position auf dem linken Flügel wegnimmt, auch wenn ich im Trainingslager einmal mit Marco in einem Zwei-Mann-Sturm gespielt habe. Ich bin zwar offen für alles, aber ich denke, dass wir zwei, drei andere Optionen haben. Und sonst spielen wir halt ohne Stürmer.

Hat der Spitzenkampf gegen GC am Sonntag einen Einfluss auf das Europa-League-Spiel?

Nein, wir müssen für den Moment spielen. Natürlich ist das ein wichtiges Spiel, aber die Meisterschaft wird nicht am Sonntag entschieden. Gegen Dnjepropetrowsk könnten wir Geschichte schreiben. Wir wollen unbedingt weiterkommen. Ein Achtelfinaleinzug in der Europa League wäre schon was Schönes.

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