Aktualisiert 17.01.2015 19:31

WM-Final Halfpipe

Undankbarer vierter Platz für Podladtchikov

Iouri Podladtchikov kann seinen WM-Titel in der Halfpipe nicht verteidigen. Die weiteren drei Schweizer, die im Final stehen, holen ebenfalls keine Medaille.

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Samstag, 17. Januar 2015
Samstag, 17. Januar 2015

Die Titelverteidigung misslingt: Iouri Podladtchikov wird im WM-Final in der Halfpipe undankbarer Vierter. Fünf Punkte fehlen dem Olympiasieger von Sotschi auf den Bronzeplatz.

Artur Widak/freshfocus
Dennoch kann der Schweizer zufrieden sein. Nach zweimonatiger Verletzungspause stand die Teilnahme an der WM in Kreischberg bis wenige Tage vor den Wettkämpfen auf der Kippe.

Dennoch kann der Schweizer zufrieden sein. Nach zweimonatiger Verletzungspause stand die Teilnahme an der WM in Kreischberg bis wenige Tage vor den Wettkämpfen auf der Kippe.

Artur Widak/freshfocus
Sein Nachfolger heisst Scotty James und kommt aus Australien. Der neue Weltmeister gewinnt den Wettbewerb mit der Punktzahl 91.50.

Sein Nachfolger heisst Scotty James und kommt aus Australien. Der neue Weltmeister gewinnt den Wettbewerb mit der Punktzahl 91.50.

AFP/joe Klamar

Aus Schweizer Sicht verlief der Wettkampf bei strömendem Regen alles andere als wunschgemäss. Obschon erstmals ein Quartett in einem WM-Final vertreten war, standen durchwegs andere im Fokus - allen voran der erst 20-Jährige Scotty James aus Down Under, der schon im ersten von drei Runs den Höchstwert von 91,50 erreichte. Die Schweizer Nebendarsteller hingegen bleiben erstmals seit 2009 ohne Medaillengewinn.

In seinem ersten Wettkampf nach 57-tägiger Verletzungspause genügte einzig Podladtchikov höheren Ansprüchen. Nach zwei verhaltenen Durchgängen gelang ihm im letzten Lauf mit einer anspruchsvollen Trick-Kombination die erhoffte Steigerung. «Es reichte auch deshalb nicht, weil es bei diesen Bedingungen extrem schwierig war, alle Tricks zu zeigen», erklärte der Doppel-Weltmeister nach seiner Entthronung.

Seine Teamkollegen kamen dagegen überhaupt nicht auf Touren. Christian Haller (7.) zeigte ein zu unspektakuläres Repertoire und griff einmal in den Schnee. David Hablützel, in Sotschi als Fünfter überraschend mitten in der Weltspitze, leistete sich zu viele Unsauberkeiten. Und Jan Scherrer sackte mit einem Sturz pro Lauf ans Ende des Rankings ab.

Chinesin dominiert bei den Frauen

Im Frauen-Contest setzte sich erst zum zweiten Mal in der 19-jährigen WM-Geschichte der FIS eine Chinesin durch: Xuetong Cai dominierte im gut bestückten Feld die teilweise prominente Konkurrenz. Die frühere Junioren-Championne erzielte 13 Wertungspunkte mehr als die zweitklassierte Spanierin Queralt Castellet. Torah Bright, die hoch dekorierte Australierin, enttäuschte als Letzte auf der ganzen Linie.

Kreischberg/Murau (Ö). FIS-WM. Halfpipe. Finals. Männer:

1. Scotty James (Au) 91,50.

2. Yiwei Zhang (China) 89,50.

3. Tim-Kevin Ravnjak (Sln) 89,25.

4. Iouri Podladtchikov (Sz) 84,25.

5. Taku Hiraoka (Jap) 82,50.

6. Kent Callister (Au) 82,25.

7. Christian Haller (Sz) 75,00.

8. Kwang-Ki Lee (SKor) 65,75.

9. David Hablützel (Sz) 64,25.

10. Jan Scherrer (Sz) 44,75.

Frauen:

1. Xuetong Cai (China) 94,25.

2. Queralt Castellet (Sp) 81,25.

3. Clémence Grimal (Fr) 80,25.

4. Hikaru Oe (Jap) 72,25.

5. Sophie Rodriguez (Fr) 65,25.

6. Torah Bright (Au) 57,00.

In der Qualifikation ausgeschieden: 9. Verena Rohrer (Sz).

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