Aktualisiert 29.10.2019 13:32

Unfalltod von Martin Vosseler

«Velofahrer können nicht ausweichen»

Der tragische Tod des Umweltaktivisten Martin Vosseler führt nun zu Forderungen an die Regierung: Eine Interpellation fordert Sofortmassnahmen an der Unfallstelle.

von
lha
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Bereits vor dem tragischen Verkehrsunfall von Umweltaktivist Martin Vosseler am Mittwoch hatten Anwohner der Austrasse die Sicherheit der Velofahrer kritisiert.

Bereits vor dem tragischen Verkehrsunfall von Umweltaktivist Martin Vosseler am Mittwoch hatten Anwohner der Austrasse die Sicherheit der Velofahrer kritisiert.

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Sechs Tage nach dem Unfall reichte SP-Grossrat und Velo-Lobbyist Jörg Vitelli auch eine Interpellation zu Handen der Regierung ein.

Sechs Tage nach dem Unfall reichte SP-Grossrat und Velo-Lobbyist Jörg Vitelli auch eine Interpellation zu Handen der Regierung ein.

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«Ich will den Tod von Martin Vosseler nicht politisch bewirtschaften», betonte Vitelli.

«Ich will den Tod von Martin Vosseler nicht politisch bewirtschaften», betonte Vitelli.

Martin Friedli

Am 12. November findet für Martin Vosseler, der am 23. Oktober bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben kam, eine öffentliche Gedenkfeier im Basler Münster statt. Das geht aus den am Dienstag publizierten Todesanzeigen für den verstorbenen Umweltaktivisten hervor.

Ebenfalls am Dienstag reichte SP-Grossrat und Velo-Lobbyist Jörg Vitelli eine Interpellation zu Handen der Regierung ein. «Ich will den Tod von Martin Vosseler nicht politisch bewirtschaften», betonte Vitelli gegenüber Telebasel. Dennoch ist das Timing kein Zufall. Vosselers tödlicher Velounfall in der Austrasse brachte die Diskussion um gefährlich enge Platzverhältnisse für Velofahrer rasch aufs Tapet.

«Velofahrer können nicht ausweichen»

Der Umweltaktivist war nach einem Sturz unter die Hinterachse eines passierenden Lastwagens geraten. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch nicht geklärt, klar ist aber: Die Austrasse ist für Velofahrer gefährlich. «Nicht einmal ein Meter beträgt der Abstand zwischen parkierten Autos und Tramgleisen», heisst es in Vitellis Interpellation. «Reagieren Velofahrende in dieser Bedrängnis falsch, kommen sie unweigerlich zu Fall. Die parkierten Autos verhindern ein Ausweichen zum Strassenrand oder Trottoir hin.»

Vitelli will von de Regierung nun wissen, wie der Abstand in solchen Tramstrassen auf die empfohlenen 1.50 Meter verbreitert werden kann. Zudem möchte er wissen, ob die Bereitschaft besteht, Parkverbote in diesen Strassen zu erlassen. Als Sofortmassnahme könnten Halteverbote zu Stosszeiten erlassen werden. Ein solches sei bereits in der Allschwilerstrasse erlassen worden.

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