Ungarische Holcim-Aktionäre fordern Rücktritt Schmidheinys
Aktualisiert

Ungarische Holcim-Aktionäre fordern Rücktritt Schmidheinys

Der seit Jahren andauernde Streit um das ungarische Zementwerk Magyar Cement geht an der Generalversammlung des Zementkonzerns Holcim vom kommenden Freitag in eine neue Runde.

Eine Gruppe ungarischer Aktionäre will 640 Millionen Franken Entschädigung und den Rücktritt von Thomas Schmidheiny aus dem Verwaltungsrat fordern, wie der Unternehmer Janos Kalman am Mittwoch mitteilte. Zudem werde beantragt, Kalman, der sich seit Mai 2005 vor dem Holcim-Hauptsitz in Zürich aufhält, in den Verwaltungsrat zu wählen. Die Entschädigung setze sich aus Forderungen von mehr als 160 Millionen Franken für die 13-jährige unentgeltliche Nutzung von Gelände und Anlagen des ungarischen Zementwerkes, 320 Millionen für die unrechtmässige Aneignung von 57 Prozent dessen Aktien und 160 Millionen für verschiedene Schäden zusammen. Holcim hatte die Forderungen bereits früher als unhaltbar bezeichnet und erklärt, es komme nur eine gerichtliche Lösung in Frage. (dapd)

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