Regenbogendebatte - Ungarns Ministerpräsident Orban sagt Reise nach München ab
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RegenbogendebatteUngarns Ministerpräsident Orban sagt Reise nach München ab

Viktor Orban hat seinen Besuch nach München abgesagt. Grund dafür ist die Debatte um die Regenbogenbeleuchtung des Münchner Fussballstadions. Nun hat sich der Ministerpräsident offiziell geäussert.

von
Bianca Lüthy
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Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat einen Besuch nach München abgesagt. 

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat einen Besuch nach München abgesagt.

Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Grund dafür ist die Debatte um die Regenbogenbeleuchtung des Fussballstadions in München. 

Grund dafür ist die Debatte um die Regenbogenbeleuchtung des Fussballstadions in München.

Tobias Hase/dpa
Auf Instagram gingen zahlreiche Reaktionen ein. 

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Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Reise nach München zum EM-Spiel zwischen Deutschland und Ungarn abgesagt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA).

Orban hat an die deutsche Politik appelliert, das Uefa-Verbot für eine Beleuchtung des Münchner EM-Stadions in Regenbogenfarben zu akzeptieren.

«Ob das Münchner Fussballstadion oder ein anderes europäisches Stadion in Regenbogenfarben leuchtet, ist keine staatliche Entscheidung», sagte Orban am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch in Budapest gehören Orban zufolge «die Regenbogenfarben selbstverständlich zum Strassenbild».

Debatte um Regenbogenbeleuchtung

In den vergangenen Tagen war heftig diskutiert worden, dass die Uefa die Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben untersagt hatte. Die Europäische Fussball-Union gab als Grund an, «eine politisch und religiös neutrale Organisation zu sein».

Hintergrund des geplanten Protestes ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Orban.

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