Basler Rathaus: Ungebetene Gäste mit Gittern fernhalten
Aktualisiert

Basler RathausUngebetene Gäste mit Gittern fernhalten

Im historischen Basler Rathaus sollen Gitter installiert werden. Die Regierung will somit sicherstellen, dass Räte und Verwaltung in Ruhe arbeiten können.

von
Camille Haldner
Dieser Bereich des Basler Rathaus soll weiter frei zugänglich bleiben.

Dieser Bereich des Basler Rathaus soll weiter frei zugänglich bleiben.

Das Basler Rathaus diente bis heute als Museum und Arbeitsort zugleich. Die unterschiedlich farbigen Bodenplatten im historischen Gebäude sollten Besucher auf die Trennung hinweisen. Der graue Sandstein ist für alle zugänglich, die roten Tonplatten hingegen zeigen, wo der geschäftliche Bereich beginnt.

Laut der Zeitung «Schweiz am Sonntag» beklagen sich Beamte, dass Touristen den Respekt verloren hätten und überall herumschnuppern würden. Hinzu kommen Leute, die bewusst in die rote Zone eindringen, um Beamten oder Regierungsräten die Meinung zu sagen.

Gesamtkosten von 200'000 Franken

Staatsschreiberin Barbara Schüpbach relativiert, dass die Belästigungen in den letzten Jahren nicht zugenommen hätten. «Wir haben einfach das Bedürfnis, in Ruhe arbeiten zu können.» Vertreter der Staatskanzlei diskutieren deshalb gemeinsam mit dem Hochbauamt und der Denkmalpflege Lösungs-Entwürfe.

Auf das gesamte Gebäude verteilt sollen Gittertüren mit einem elektronischen Schliesssystem installiert werden. In die bestehenden Gittertüren im Erdgeschoss und im ersten Stock sollen Türen hinein montiert werden. Geplant ist, dass die Gestaltung der neuen Gitter an die kunsthandwerklichen Gestaltungen im Rathaus anschliessen sollen. Die Kosten belaufen sich auf 200 000 Franken.

Deine Meinung