Aktualisiert 18.10.2011 05:40

Spieler müssen «Nachsitzen»

Ungewisse Zukunft bei Xamax

Xamax muss nach der Niederlage gegen Sion im Cupfinal noch zwei Tage warten, bis es in die Ferien geht. Denn die neuen Investoren wollen mit allen über die Zukunft sprechen.

von
Eva Tedesco
Eine Weiterbeschäftigung von Bernard Challandes als Trainer von Xamax Neuenburg ist ungewiss. (Keystone/AP)

Eine Weiterbeschäftigung von Bernard Challandes als Trainer von Xamax Neuenburg ist ungewiss. (Keystone/AP)

Das Team von Bernard Challandes hatte sich viel vorgenommen für den Cupfinal. Im vierten Anlauf wollte man endlich den Pokal ergreifen und zudem der übermächtigen Cup-Mannschaft aus dem Wallis endlich eine erste Niederlage zufügen. Das Vorhaben bröckelte bereits in der 3. Minute des Endspiels. Giovanni Sio hatte per Kopf zur Sittener Führung getroffen. Als Vilmos Vanczak nur vier Minuten später zum 2:0 erhöht hatte, war der Traum vollends geplatzt

«Vom Schlag des frühen Gegentreffers haben wir uns bis in die zweite Halbzeit nicht erholt», so Fréderic Page. Der Xamax-Verteidiger suchte erst gar nicht nach Ausreden. «Sion ist halt eine Cup-Mannschaft. Wenn du gegen die im Final so früh zwei Tore zurückliegst, wird es ganz, ganz schwierig.» Es wurde für die Neuenburger nicht nur schwierig, sondern unmöglich sich noch einmal aufzubäumen und den Match eine Wende zu geben.

Ungewisse Zukunft in Neuenburg

Die Saison ist mit dem Cupfinal für Xamax aber immer noch nicht zu Ende. Die Spieler müssen in den nächsten zwei Tagen «Nachsitzen» und für Gespräche mit den neuen Investoren bereit stehen. «Der Präsident und der Sportchef werden uns wohl über die nächste Zukunft informieren. Wir wissen ja derzeit gar nichts. Weder wer Trainer wird, noch wie es weitergeht», so Page. Erst nach den Gesprächen dürfen die Spieler in die Ferien gehen – genauer ab Dienstagabend.

Der Vertrag von Trainer Bernard Challandes, der als «Feuerwehrmann» für die letzten Spiele im Abstiegskampf eingestiegen war und dessen Vertrag mit dem Cupfinal in Basel zu Ende ging, wird nicht verlängert. Präsident Rudakow und Klubbesitzer Tschagajew suchen für die Besetzung der Trainerbank eine neue Lösung.

Fehler gefunden?Jetzt melden.