Vom Winde verweht: Ungewöhnliche Sichtung von Dreizehenmöwen
Aktualisiert

Vom Winde verwehtUngewöhnliche Sichtung von Dreizehenmöwen

Nach den nordischen Seidenschwänzen sind dieser Tage weitere seltene Vogel-Gäste in der Schweiz gesichtet worden: Dreizehenmöwen. Den letzten grösseren Einflug gab es vor zehn Jahren nach dem Sturm Lothar im Dezember 1999.

Über 85 Dreizehenmöwen wurden seit letztem Samstag an Bodensee, Zürichsee, Neuenburgersee, Genfersee und am Rhein gesichtet, wie die Schweizerische Vogelwarte Sempach am Dienstag mitteilte. Viele waren geschwächt, einige wurden tot aufgefunden.

Diese kleinen Möwen verbringen den Winter üblicherweise auf hoher See und erreichen das Landesinnere nur selten. In die Schweiz verirren sich pro Jahr normalerweise nur vier bis fünf dieser Vögel. Die jetzt gesichteten Dreizehenmöwen dürften vom Weststurm «Joris» ins Binnenland verfrachtet worden sein, vermutet Peter Knaus von der Vogelwarte.

Ihren Namen trägt die Dreizehenmöwe, weil sie im Gegensatz zu ihren Verwandten keine Hinterzehe besitzt. Der Meeresvogel brütet an steilen Klippen an den Küsten des Nordatlantiks.

(sda)

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