Bärenland Arosa: Fuchs besucht Bärin Jamila

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Bärenland ArosaBärin Jamila verpennt nächtlichen Besuch

In der Nacht von Montag auf Dienstag getraute sich ein Fuchs in die Winterruhestätte von Bärin Jamila. Diese hat vom Besuch aber nichts mitbekommen, wie diese Videoaufnahmen zeigen.

von
Shannon Zangger

Hier ist der heimliche Besuch zu sehen. Auch klar zu sehen ist, wie sich der Fuchs zur Bärin und ihrem Schlafplatz begab.

Bärenland Arosa

Darum gehts

  • Seit Mai leben die beiden nordmazedonischen Bären Sam und Jamila im Arosa Bärenland.

  • In der Nacht auf Dienstag hat sich ein ungewohnter Gast in die Schlafgemächer von Bärin Jamila verirrt.

  • Diese hat von dem Besuch aber nichts mitbekommen.

Die beiden Bären Sam und Jamila wurden im Mai von einem nordmazedonischen Zoo in Skopje nach Arosa gebracht. Sie kamen aus der Zoohaltung in Nordmazedonien nach Arosa, da ihr Gehege stark renovierungsbedürftig war. Eine tiergerechte Haltung war unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich. Zuerst wiesen die beiden Tiere laut dem Bärenland Verhaltensstörungen auf und hielten sich lieber in der vertrauten Innenanlage auf.

Anfang Oktober lernten die beiden nordmazedonischen Bären ihre neuen Mitbewohner der Anlage kennen. «Es war ein sehr spannender Prozess, nach der Hierarchieklärung haben sich die vier Bären das Gebiet des Arosa Bärenlands aufgeteilt. Die Konflikte hörten auf und es wurde von Woche zu Woche ruhiger», sagt Hans Schmid, wissenschaftlicher Leiter des Arosa Bärenlands.

Erste Winterruhe überhaupt

Nun haben sich die Bären aber für ihre Winterruhe eingenistet, in dieser Zeit bewegen sie sich kaum aus ihrer Höhle heraus. In der Nacht auf Dienstag hat sich ein neugieriger Fuchs bis zum Schlafplatz und unmittelbar neben die schlafende Bärin Jamila in ebenjene Höhle gewagt. «Die Tiere schlafen so fest, dass sie anscheinend nicht einmal einen Fuchs zehn Zentimeter neben sich bemerken. Man muss sich vorstellen, dass ein Bär einen um ein Vielfaches besseren Geruchssinn als ein Hund hat. Das hat mich selber sogar sehr überrascht.»

Dass Füchse und andere Wildtiere ins Gelände gelangten, sei nichts Aussergewöhnliches. «Wir führen das Bärenland mit dem Haltungskonzept Natur pur. Überall auf unserem Gelände befinden sich Öffnungen, durch welche Kleintiere von der Grösse eines Dachses durchpassen», so Hans Schmid weiter.

Gehst du auch in die Winterruhe?

Wäre Jamila wach gewesen, hätte sie definitiv ihr Revier beschützt. Ein Fuchs würde sich aber auch nicht in die Nähe eines wachen Bären begeben. «Für die Bärin Jamila ist es die erste Winterruhe überhaupt, was auf eine sehr schlechte frühere Haltung hinweist. Sie wurde weiter gefüttert. Wenn Bären durchgefüttert werden, begeben sie sich auch nicht in ihre natürliche Winterruhe.» 

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