Ungleiche Spiesse für die Fasnachts-Erotik-Shows
Aktualisiert

Ungleiche Spiesse für die Fasnachts-Erotik-Shows

Wirte, die an der Fasnacht auf Tabledance setzen, haben je nach Gemeinde völlig unterschiedliche Bedingungen. Unfair, findet ein Flawiler Wirt.

«Es kommt mir vor wie Schikaniererei», sagt Alois Zimmermann, Geschäftsführer der Bären-Bar in Flawil. Während 22 Tagen, von Montag, 6. bis Dienstag, 28. Februar, darf er in seinem Lokal Tabledance anbieten. So kurz bemessen wie in Flawil ist kaum eine Tabledance-Bewilligung. «Das sind nur zwei Wochenenden», sagt Zimmermann.

Dafür zahlt er 500 Franken Gebühr. So viel wie in Rorschach, wo die Tänzerinnen aber schon zwei Wochen früher ihre erotischen Darbietungen zeigten. Im Rheintal sind die Behörden noch grosszügiger: Für die Bewilligungskosten von 250 Franken darf die Traube in Eichberg sogar sechs Wochen lang Tabledance anbieten.

Ratsschreiber Roland Schmid von der Gemeinde Flawil erklärt, das sei keine Schikane von Tabledance-Betreibern. Die Fasnachtszeit sei im zehn Jahre alten Gastwirtschaftsreglement festgelegt und beginne immer 22 Tage vor Fasnachtsdienstag. «Darüber hat sich noch nie jemand beklagt», so Schmid. Ihm ist aber bewusst, dass in anderen Gemeinden die Fasnachtszeit viel länger dauert. «Vielleicht müssten wir da mal über die Bücher», meint er.

Annette Hirschberg

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