Aktualisiert 05.03.2008 18:40

Unglücksgondel stammt aus der Schweiz

Die am Samstag in Chamonix in den französischen Alpen abgestürzte Liftgondel, die einen Skifahrer in den Tod riss, stammt aus der Schweiz.

Dies bestätigte am Mittwoch der Verkaufsleiter der Firma CWA gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

«Wir warten derzeit auf die Untersuchungsergebnisse der französischen Polizei», sagte Titus Lüscher, Verkaufsleiter der CWA. Darum habe das in Olten SO ansässige Unternehmen auch das Material noch nicht kontrolliert. Doch die Kabinen entsprächen der Norm. Sie seien sicher, wenn die Passagiere sitzen würden.

In die Schweiz lieferte CWA nach Angaben von Lüscher bisher keine Kabinen des gleichen Typs aus. Doch in Frankreich verfüge eine andere Skistation über das gleiche Material.

Bisher kein solcher Unfall in Schweiz

Gemäss Bundesamt für Verkehr (BAV) hat sich bisher in der Schweiz noch kein Unfall dieser Art ereignet. Um zugelassen zu werden, müssten die Liftgondeln einem Zertifikat entsprechen, das sowohl in der Schweiz wie auch in der ganzen EU gültig sei, sagte Sprecher Davide Demicheli.

Gegebenenfalls könne die Schweiz aber auch selbständig Massnahmen übernehmen, die Frankreich eventuell wegen des Unfalls erlassen könnte, sagte Demicheli weiter.

Am vergangenen Samstag war in Chamonix ein 32-jähriger Skifahrer aus einer Liftgondel 25 Meter tief in den Tod gestürzt. Er war mit drei Freunden nach einem Nachtessen in der Kabine auf dem Weg nach oben gewesen. Ermittlungen zufolge gab es in der Gondel «ein kleines Gerangel».

Durch einen heftigen Stoss an das Seitenfenster brach das Fenster heraus, und der Mann stürzte aus der Gondel. Laut einem Beteiligten wäre beinahe auch eine zweite Person aus der Kabine gefallen, konnte aber in letzter Sekunde gerettet werden.

(sda)

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