Hiflsprojekt für Kamerun: Uni Basel kocht nach Mama Embolos Rezept

Aktualisiert

Hiflsprojekt für KamerunUni Basel kocht nach Mama Embolos Rezept

Hilfe geht durch den Magen: Für eine Schule in Breel Embolos Geburtsland werden diese Woche in der Mensa kamerunische Spezialitäten gekocht – mit Hilfe seiner Mutter.

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Germaine Embolo Dougoud (2. v. r.), die Mutter von Fussball-Jungstar Breel Embolo, posiert mit dem Team, das die Aktion möglich gemacht hat (v.l.n.r.): Alexander Gröflin (GAC Vizepräsident), Jeannette Paolucci (Embolo Foundation), Camille Kappeler (kniend, GAC Sponsoring), Michelle Haneschin (Helferin) und Stefan Brandes (SV Group).

Germaine Embolo Dougoud (2. v. r.), die Mutter von Fussball-Jungstar Breel Embolo, posiert mit dem Team, das die Aktion möglich gemacht hat (v.l.n.r.): Alexander Gröflin (GAC Vizepräsident), Jeannette Paolucci (Embolo Foundation), Camille Kappeler (kniend, GAC Sponsoring), Michelle Haneschin (Helferin) und Stefan Brandes (SV Group).

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Das signierte Nati-Trikot von Breel Embolo gibt es zu gewinnen. Bei der Tombola werden über 100 Preise verlost und Geld für ein Hilfsprojekt in Kamerun gesammelt.

Das signierte Nati-Trikot von Breel Embolo gibt es zu gewinnen. Bei der Tombola werden über 100 Preise verlost und Geld für ein Hilfsprojekt in Kamerun gesammelt.

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Es wurden viele Helfer mobilisiert (v.l.n.r): Michelle Haneschin hilft freiwillig. Yannick Hohn ist Präsident der GAC. Neben ihm steht sein Vize Alexander Gröflin. Stephanie Bos (GAC Kommunikation) und Aimée Hohn betreuen den Informationsstand.

Es wurden viele Helfer mobilisiert (v.l.n.r): Michelle Haneschin hilft freiwillig. Yannick Hohn ist Präsident der GAC. Neben ihm steht sein Vize Alexander Gröflin. Stephanie Bos (GAC Kommunikation) und Aimée Hohn betreuen den Informationsstand.

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Hat die kamerunische Küche geholfen, Breel Embolo zum Fussball-Star zu machen? Wer einen Selbstversuch wagen will, kann seit Montag in der Mensa der Uni Basel die Rezepte von Breels Mutter Germaine kosten. Die «Give a Chance»-Foundation, die Embolo Foundation und die Gastronomie-Gruppe SV Schweiz haben zusammengespannt, um eine Woche lang kamerunische Spezialitäten anzubieten – allerdings ohne Garantie auf einen Stammplatz in der Nati.

Hinter der Aktion steht ein Hilfsprojekt der Stiftungen, über das sie in der Mensa informieren. Sie wollen in Kribi, einem Dorf in Kamerun, eine Schule renovieren und ausstatten sowie einen Sportplatz bauen. Dabei sollen auch Studenten aus der Schweiz helfen. Unterstützt wird das Vorhaben vom Nachhaltigkeitsprojekt Boost der Universität Basel. «Sie haben Ideen für unsere Kinder. Dafür bringen wir die Kultur von Kamerun in die Schweiz», sagt Germaine Embolo. Es gehe ums Kennenlernen.

Kulinarische Begegnung

Im Erdgeschoss der Mensa hängt eine kamerunische Flagge und es erklingen rhythmische Klänge, während zahlreiche Studenten die exotischen Gerichte erforschen. Auf dem Menü steht unter anderem «Poulet Sauce Arachides», Pouletbrust in Erdnuss-Sauce mit Tomaten und Reis als Beilage. Was noch fehlt ist Chili. Denn die Kameruner essen gerne scharf – schärfer, als es der durchschnittliche Schweizer Mund erträgt. So muss jeder selber nachwürzen, sonst kommt der Charakter der Mahlzeit kaum zur Geltung.

Eine Begegnung ist es auch für Mensa-Küchenchef Sven Mattern. «Es ist sehr spannend. Wir kochen genau nach Rezept und wissen nicht, wie es schmecken soll», erzählt er. Man habe Zutaten beschaffen müssen, die es hier sonst nicht gebe. Vor allem die Nüsse des Njangsa-Baumes sind in der westafrikanischen Küche weit verbreitet. Und auch Maniok und Kochbananen habe er nachbestellen müssen. «Germaine findet, es könnte schärfer sein», sagt Mattern schmunzelnd.

Den Gästen scheint es aber zu schmecken. Die Mensa ist gut besucht und viele lassen sich von Mama Embolos Rezepten nach Afrika entführen. «Es ist super», findet Liliya Serbina (27), die gerade ihren Doktor an der Uni Basel in Biologie gemacht hat. Auch die Hilfsaktion findet bei ihr Anklang.

Signiertes Embolo-Trikot zu gewinnen

Give a Chance verlost auch ein signiertes Nati-Trikot von Breel Embolo und 100 weitere Preise in einer Tombola. Deren Erlös kommt ebenfalls dem Kribi-Projekt zugute, so Stiftungspräsident Präsident Yannick Hohn. Wie Breel Embolo hat auch er kamerunische Wurzeln und engagiert sich für die Hilfsaktion. «Es geht um kulturellen Austausch», sagt er. Ein Weg führe dabei durch den Magen. So wolle man den Schweizern die kamerunische Küche näherbringen.

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