Uni beim Bahnhof
Aktualisiert

Uni beim Bahnhof

Die Universität Luzern soll nach dem Willen des Grossen Rates ins Postbetriebsgebäude beim Bahnhof Luzern ziehen.

Das Parlament hat am Montag einen Projektierungskredit genehmigt und zu einer breiten Unterstüzung des Vorhabens aufgerufen.

Der Projektierungskredit von 1,55 Millionen Franken wurde mit 104 zu 4 Stimmen gutgeheissen. Für die Provisorien, die bis zum Bezug des Postgebäudes nötig sind, genehmigt der Rat oppositionslos weitere 8,48 Millionen Franken. Er unterstützte damit die Entscheide seiner Spezialkommission und der Regierung.

Zweiter Anlauf

Der neue Standort für die Uni und einen Teil der Pädagogischen Hochschule wurde im Parlament allseits gelobt. Im 2001 hatte sich der Grosse Rat bereits deutlich für den Standort Kasernenplatz ausgesprochen. Dieses Vorhaben stiess aber auf Kritik und wurde juristisch blockiert. Zudem wuchs die Uni stärker als erwartet.

Kauf und Umbau des Postgebäudes dürften 145 Millionen Franken kosten, wobei der Kanton netto etwa 43 Millionen zahlen muss. Die Volksabstimmung ist für November 2006 vorgesehen. Spätestens 2011 soll die Uni ihr neues Zentralgebäude beziehen können.

Heidi Duss (CVP) sagte, die Universität Luzern sei klein, aber fein. Sie gehöre in das Postbetriebsgebäude. Walter Stucki (FDP) zeigte sich zuversichtlich, dass der Souverän dem Kauf zustimmen wird.

Ein schönes Zuhause

Nun erhalte die Uni ein schönes Zuhause, sagte Odilo Abgottspon für die SP. Er sprach von einem Glücksfall. Gabi Müller (Grünes Bündnis) stellte fest, dass die negative Stimmung gegenüber dem Uniprojekt in den Hintergrund gerückt sei.

Die SVP sah sich in ihrer Kritik am einstigen Standort Kasernenplatz bestätigt, unterstützte aber grossmehrheitlich das neue Projekt. Nein sagte Walter Häcki (SVP), der das Postgebäude, das hinter dem Kultur- und Kongresszentrum (KKL) liegt, lieber für den Kongresstourismus nutzen möchte.

Insgesamt waren 22 Standorte in der Stadt Luzern geprüft worden. Die Wahl fiel auf das Postbetriebsgebäude, weil dieses zentral gelegen ist und darin auch ein Teil der Pädagogischen Hochschule untergebracht werden kann. Der Kanton kann somit auf die Miete oder den Bau eines weiteren Schulhauses verzichten.

(sda)

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