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Künstliche IntelligenzUni-Bern-Student erhält Verweis für Gebrauch von ChatGPT

Ein Student der Uni Bern widersetzte sich dem Verbot von KI-Tools an seinem Institut und erhielt daraufhin einen Verweis wegen Plagiats. Er darf jedoch weiterhin studieren.

Reto Bollmann
von
Reto Bollmann
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Ein Student der Uni Bern verwendete ChatGPT im Rahmen eines Leistungsnachweises.

Ein Student der Uni Bern verwendete ChatGPT im Rahmen eines Leistungsnachweises.

20min/Simon Glauser
Er flog auf und erhielt daraufhin einen Verweis im Sinne einer Rüge.

Er flog auf und erhielt daraufhin einen Verweis im Sinne einer Rüge.

20min/David Ramseyer
Die Studentinnen und Studenten seines Instituts hatten zuvor eine E-Mail erhalten, gemäss der die Verwendung von KI-Tools untersagt ist.

Die Studentinnen und Studenten seines Instituts hatten zuvor eine E-Mail erhalten, gemäss der die Verwendung von KI-Tools untersagt ist.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Der Chatbot ChatGPT kann selbst Texte erfassen, Fragen beantworten und Tipps geben – deswegen ist er an der Uni Bern verboten.

  • Ein Student widersetzte sich diesem Verbot und flog auf.

  • Dafür erhielt er einen Verweis im Sinne einer Rüge – wegen Plagiats.

Die Frage danach, wie richtig mit auf künstlicher Intelligenz basierenden Chatbots umzugehen ist, beschäftigt aktuell viele – auch die Universitäten. An den Unis Basel, Bern, Luzern und Zürich und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft (ZHAW) sind das Thema ChatGPT und dessen Problematik bekannt. Eine strikte Regulierung der Chatbots fehlt jedoch in der Regel noch.

Die Studierenden eines Instituts an der Uni Bern erhielten die Weisung, dass die Nutzung von intelligenten Chatbots für sämtliche Leistungsnachweise untersagt ist – also sowohl für Arbeiten als auch für Prüfungen. Trotzdem verwendete ein Student ChatGPT bei einer Leistungskontrolle und flog dabei auf. Der Student habe daraufhin einen Verweis im Sinne einer Rüge erhalten, wie die Medienverantwortliche Brigit Bucher gegenüber Nau.ch sagt.

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Bucher gibt an, die Hochschule sei sich bewusst, dass KI-Tools dereinst Teil der Lehre sein werden. Schon rein darum, weil sie sich weder rückgängig machen noch rein technisch kontrollieren lassen würden. «ChatGPT wird im Netz der Universität auch nicht gesperrt, da eine solche Sperre leicht zu umgehen wäre», so Bucher. Der verwarnte Student dürfe auch weiterhin an der Uni studieren.

Wie eine Umfrage von 20 Minuten ergab, wenden viele Studierende in der Schweiz das KI-Programm schon an – für Zusammenfassungen, Recherchen oder beim Lernen. In den USA hat der Text-Roboter Medienberichten zufolge bereits Universitätsprüfungen in Medizin, Wirtschaft und Rechtswissenschaften bestanden. 

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