Aktualisiert 07.10.2006 09:37

Uni-Knatsch: Weder räumt Fehler ein

Der ins Schussfeld der Kritik geratene Rektor der Universität Zürich, Hans Weder, hat eine Reform der Universitätsleitung angekündigt. Er räumte nach der Schelte im Zürcher Kantonsrat auch Fehler ein.

In einem Interview der «Neuen Zürcher Zeitung» (Samstagausgabe) übte Weder auch Selbstkritik. Auf das nächste Jahr werde eine völlig neue Universitätsleitung eingeführt, sagte Weder. Dabei werde die Führung der Prorektorate und der Fakultäten massiv verstärkt. Was an den Fakultäten passiere, werde von der Universitätsleitung künftig enger begleitet. Das heute mangelhafte Frühwarnsystem solle dann besser funktionieren.

Die beste Strategie, um Probleme zu vermeiden, sei aber eine noch sorgfältigere Berufung von Professoren. In den meisten Fällen, über die nun gesprochen werde, sei die Universitätsleitung zum Schluss gekommen, dass man einige der involvierten Personen gar nie an die Universität hätte berufen dürfen, sagte der Rektor und fügte hinzu: «Man hätte es wissen können, dass das schwierige Leute sind. Aber die Verantwortlichen, und da zähle ich mich dazu, haben zu wenig nachgefragt.» Weder räumte auch ein, dass die Universitätsleitung bei der Konfliktlösung in einigen Fällen schlicht gescheitert sei. So etwa beim jüngsten Streit im Tierspital. Man habe den Konflikt zu spät erkannt.

Auf die scharfe Kritik an seiner Person im Zürcher Kantonsparlament angesprochen, sagte Weder, er könne sich nicht erklären, wieso man ihm Arroganz und Ignoranz vorwerfe. Er sei dem Parlament immer für alle Fragen zur Verfügung gestanden und habe alle Informationen auf den Tisch gelegt. (dapd)

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