Uni-Mensen: Plakataktion gegen den «Löffeli-Klau»
Aktualisiert

Uni-Mensen: Plakataktion gegen den «Löffeli-Klau»

Löffeli und Teegläser sind die Favoriten: In den Mensen der Uni Bern verschwindet jedes Jahr Geschirr für mehrere Tausend Franken. Vieles wird geklaut, das meiste aber schlicht verschlampt.

70 Kaffeetassen, 320 Löffeli und 190 Teegläser sind alleine im letzten Jahr aus der Mensa der Unitobler verschwunden. «Für uns ist das sehr ärgerlich und aufwändig», sagt die Mensa-Betriebsleiterin Christine Rauber. «Häufig nehmen die Studenten das Geschirr mit und lassen es dann irgendwo liegen – etwa auf der Toilette oder unter den Bäumen.»

Vieles taucht auch überhaupt nicht mehr auf. Aber dass sich so mancher Student auf diese bequeme und günstige Art einfach den Gang zur Ikea ersparen möchte, will Rauber nicht behaupten. «Obwohl es ja immer wieder

WGs gibt, die neu gegründet werden», meint sie mit einem Augenzwinkern.

Auch Geschäftsführer Rudolf Schödel scheut sich, die künftige Schweizer Elite einfach als Langfinger zu betiteln. Doch: Die Situation sei

in allen Mensen ähnlich schlimm. «Es ist ein Fass ohne Boden – dem müssen wir Einhalt gebieten», sagt Schödel. Die Schlamperei der Studenten kostet die Uni Bern jährlich mehrere tausend Franken. Mit einem speziellen Plakat sollen die Mensa-Gänger nun zu mehr Anstand und Achtsamkeit ermahnt werden.

Alessandro Meocci/Raffaela Moresi

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