Zürich: Uni und ETH bieten gratis Botox an

Aktualisiert

ZürichUni und ETH bieten gratis Botox an

Für eine Studie werden Freiwillige gesucht, die sich Botox spritzen lassen. Die Behandlung ist gratis.

von
Ilda Özalp
Was bewirkt Botox im Gehirn? Neue Untersuchungen sollen dies aufzeigen.

Was bewirkt Botox im Gehirn? Neue Untersuchungen sollen dies aufzeigen.

«Haben Sie schon einmal über Botox nachgedacht?»: So lautet der Titel eine Anzeige, die vor ­kurzem im Ronorp-Newsletter ­erschienen ist. Leute, die an einer Botox-Behandlung interessiert sind, werden angehalten, sich zu melden. Bedingung ist die Teilnahme an einem Experiment. Das Inserat hat das Zentrum für Neuro­wissenschaften aufgegeben, das von der Universität Zürich und der ETH betrieben wird.

Gehirnaktivitäten sollen untersucht werden.

«Wir möchten im Experiment die Wirkung von Botox auf das ­Gehirn untersuchen», sagt Studienleiter Arko Ghosh. Dazu werde den Probanden Botox in die Stirn gespritzt und Messungen am Gehirn durchgeführt – vor und nach der Spritze. ­«Botox führt dazu, dass unser ­Gehirn die behandelten Muskeln nicht mehr kontrollieren kann», so Ghosh. Jedoch gebe es bisher keine Studien, die die genauen Auswirkungen auf

die Hirntätigkeit untersucht hätten. Auch stellt sich laut Ghosh die Frage, wie das Gehirn wieder Kontrolle über das Gesicht erlangt, wenn die Wirkung von Botox nachlässt.

Gratis und sogar ein Entgelt

Fünf Probanden haben bereits am Experiment teilgenommen, weitere 25 werden noch gesucht. Die Botox-Injektion führt ein Schönheits­chirurg in der Klinik für Plas­tische Chirurgie am Unispital durch. «Die Behandlung ist gratis und die Teilnehmer erhalten ein Entgelt», so Ghosh. Ende Jahr sollen die ersten ­Ergebnisse der Langzeitstudie vorliegen.

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