14.09.2016 21:38

Genf

Uni zeigt Ihnen, was bei TV-Serien wirklich stimmt

Ab Ende September können Fans von historischen TV-Serien wie «Vikings», «Tudors »oder «The Knick» in öffentlichen Kursen lernen, wie viel Wahrheit diese wirklich enthalten.

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20 minutes/vro
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Was ist wirklich dran an den Wikinger-Geschichten, die in «Vikings» gezeigt werden? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Uni Genf.

Was ist wirklich dran an den Wikinger-Geschichten, die in «Vikings» gezeigt werden? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Uni Genf.

History Channel
Auch die Serie «The Tudors» soll im öffentlichen und kostenlosen Kurs auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Auch die Serie «The Tudors» soll im öffentlichen und kostenlosen Kurs auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

KGF Vissers and Ayla Slessor
Eine weitere Serie, die auf ihre Authentizität überprüft wird: «The Knick».

Eine weitere Serie, die auf ihre Authentizität überprüft wird: «The Knick».

Jack Amiel and Michael Begler

Wikinger waren brutal, Machtspiele gehörten früher bei den englischen Royals zur Tagesordnung und der Rassismus war zu Beginn des 20. Jahrhunderts allgegenwärtig. Solche Eindrücke vermitteln aktuelle TV-Serien wie «Vikings», «Tudors» oder «The Knick». Doch was tatsächlich historisch belegt ist und was nicht, erfährt der Zuschauer kaum.

Die Universität Genf will jetzt Klarheit schaffen. In einem öffentlichen und kostenlosen Kurs wird gezeigt, was wirklich dran ist an den Darstellungen, die in den Serien gezeigt werden. Experten nehmen die Dialoge und Szenarien auseinander und bieten dabei eine Grundlage zur Diskussion, sagt Mitorganisator Sébastien Farré.

Geschichte als Mittel zum Träumen

Die Analyse soll aber noch weiter gehen. Farré und sein Team wollen auch untersuchen, wie die Serien die Sicht auf die Zeitperioden beeinflussen. Denn: «Die Regisseure ziehen immer öfter Experten bei, um überzeugend zu sein», sagt Farré. Trotzdem würden sie es bei einigen Aspekten mit den historischen Tatsachen nicht so genau nehmen. «Es gibt eine Tendenz, bei Blutvergiessen oder Gewalt zu übertreiben.»

Die Experten erwarten ein grosses Interesse an den Kursen. «Die Geschichte ist ein gutes Mittel zum Träumen», so Farré. Die Leute könnten so dem Trübsinn entfliehen. «Es besteht ein Verlangen, sich der Vergangenheit zuzuwenden, um sich Gedanken über unsere Gesellschaft zu machen.»

Eröffnet wird die Diskussionsrunde am 27. September mit der französischen Comedyserie Kaamelott. Sie basiert auf den Legenden rund um König Arthur.

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