Aktualisiert 21.10.2016 13:39

Sex-SMS-AffäreUnia bezahlt Roman Burger bis 40'000 Franken

Wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung muss sich der Zürcher Unia-Regionalleiter Roman Burger einen neuen Job suchen – und wird dabei unterstützt.

von
thu
1 / 4
Am 8. September 2016 musste Roman Burger, Geschäftsleiter der Unia Zürich-Schaffhausen, unvermittelt zurücktreten. Ein Austausch von SMS-Nachrichten war von einer Mitarbeiterin als sexuelle Belästigung empfunden worden.

Am 8. September 2016 musste Roman Burger, Geschäftsleiter der Unia Zürich-Schaffhausen, unvermittelt zurücktreten. Ein Austausch von SMS-Nachrichten war von einer Mitarbeiterin als sexuelle Belästigung empfunden worden.

Keystone/Alessandro Della Bella
Roman Burger, hier 2009 mit Unternehmer Otto Ineichen, war für seine kämpferische Art und seine charismatischen Auftritte in den Medien bekannt.

Roman Burger, hier 2009 mit Unternehmer Otto Ineichen, war für seine kämpferische Art und seine charismatischen Auftritte in den Medien bekannt.

Keystone/Walter Bieri
Unter seiner Führung blockierte die Unia Einfahrten zu Unternehmen oder Baustellen. Hier befindet sich Burger in Dietlikon an einer blockierten Einfahrt zum Küchenbauer Bruno Piatti. Die Beschäftigten streikten unter der Führung der Unia wegen der massiven Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen.

Unter seiner Führung blockierte die Unia Einfahrten zu Unternehmen oder Baustellen. Hier befindet sich Burger in Dietlikon an einer blockierten Einfahrt zum Küchenbauer Bruno Piatti. Die Beschäftigten streikten unter der Führung der Unia wegen der massiven Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen.

Keystone/Steffen Schmidt

Roman Burger wird die Gewerkschaft Unia per Ende Januar verlassen: Der ehemalige Chef der Sektion Zürich-Schaffhausen und die Unia haben sich auf eine ordentliche Kündigung geeinigt. Die Gewerkschaft hilft Burger bei der Stellensuche und kommt für Weiterbildungskosten von bis zu 40'000 Franken auf.

Burger hat inzwischen die Kündigung eingereicht, wie Unia-Sprecher Pepo Hofstetter eine Online-Meldung der «Luzerner Zeitung» vom Freitag bestätigte. Bereits Mitte September hatte die Gewerkschaft mitgeteilt, dass Burger freigestellt worden sei und nicht mehr für die Unia arbeiten werde.

Dem ehemaligen Leiter der Sektion Zürich-Schaffhausen war vorgeworfen worden, mindestens eine Mitarbeiterin sexuell belästigt zu haben. Unia-Präsidentin Vania Alleva sprach von «gravierenden Fehlern». (thu/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.