Einkauf bis 20 Uhr: Unia protestiert gegen längere Öffnungszeiten
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Einkauf bis 20 UhrUnia protestiert gegen längere Öffnungszeiten

Der Konflikt um die Ladenöffnungszeiten im Zürcher Einkaufszentrum Letzipark geht weiter. Am Samstag galten erstmals die längeren Öffnungszeiten bis 20 Uhr. Die Unia hatte die Angestellten im Vorfeld dazu aufgerufen, ihre Arbeit um 18 Uhr niederzulegen.

Rund die Hälfte aller Läden hätten sich an der Aktion beteiligt, sagte Roman Burger, Geschäftsleiter der Gewerkschaft Unia Zürich, auf Anfrage der SDA. Die Mitarbeitenden hätten ihre Arbeit für rund 45 Minuten niedergelegt und stattdessen Flugblätter unter den Kunden verteilt. Zudem wurden die Einkaufenden über Lautsprecherdurchsagen informiert.

Die Unia sei vor Ort und informiere via Megaphon und Flugblättern, bestätigte Mario Tomaschett, Vorstandsmitglied der Mietervereinigung Letzipark. Allerdings habe er keinen einzigen Mitarbeiter gesehen, der die Arbeit niedergelegt habe. Die Flugblätter seien von Unia-Leuten verteilt worden.

Der Streit um die Ausdehnung der Öffnungszeiten dauert bereits einige Monate. Ein für vergangenen Mittwoch angesetztes Gespräch zwischen der Unia und den Verantwortlichen des Letziparks kam nicht zu Stande.

Weitere Protestaktionen angekündigt

Die Unia wollte alle Letzipark-Geschäfte zur Einhaltung von minimalen Arbeits- und Schutzbestimmungen verpflichten - wie sie etwa auch das Einkaufszentrum Shop-ville im Bahnhof anwendet. Die Unia wäre im Gegenzug bereit gewesen, der «erneuten Ausdehnung» der Ladenöffnungszeiten zuzustimmen.

Das Verkaufspersonal im Letzipark sei unter keinen Umständen bereit, eine weitere Verschlechterung seiner Arbeitsbedingungen hinzunehmen, schreibt die Gewerkschaft und kündigte weitere Protestaktionen an. (sda)

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