Basel: Unia wehrt sich gegen Stellenabbau bei Novartis
Aktualisiert

BaselUnia wehrt sich gegen Stellenabbau bei Novartis

Die Gewerkschaft Unia hat 1165 Unterschriften von Mitarbeitern gegen die geplanten Entlassungen des Pharma-Konzerns am Standort Basel gesammelt.

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stv/sda
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Mehrere Dutzend Personen haben am Mittwoch vor dem Novartis-Hauptsitz in Basel gegen diese Entlassungen im Zuge eines Stellenabbaus protestiert.

Mehrere Dutzend Personen haben am Mittwoch vor dem Novartis-Hauptsitz in Basel gegen diese Entlassungen im Zuge eines Stellenabbaus protestiert.

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Sechs Kisten mit den gesammelten Unterschriften wurden der Geschäftsleitung der Novartis überreicht.

Sechs Kisten mit den gesammelten Unterschriften wurden der Geschäftsleitung der Novartis überreicht.

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«Es ist auch unser Ziel, Entlassungen möglichst zu vermeiden, allerdings können wir dies aus heutiger Sicht nicht ausschliessen», schreibt Satoshi Sugimoto, Mediensprecher der Novartis.

«Es ist auch unser Ziel, Entlassungen möglichst zu vermeiden, allerdings können wir dies aus heutiger Sicht nicht ausschliessen», schreibt Satoshi Sugimoto, Mediensprecher der Novartis.

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Der Pharmakonzern Novartis will in den nächsten anderthalb Jahren am Hauptsitz in Basel bis zu 500 Stellen streichen. Gleichzeitig sollen aber 350 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Mehrere Dutzend Personen haben darum am Mittwoch Mittag vor dem Novartis-Hauptsitz in Basel gegen diese Entlassungen protestiert. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Unia.

Sechs Kisten mit Unterschriften übergeben

Seit der Bekanntgabe von Novartis im Mai wurden von Mitarbeitenden nämlich 1165 Unterschriften gesammelt. Das ist rund ein Zehntel der gesamten Mitarbeiter der Novartis in Basel.

Sechs Kisten mit den gesammelten Unterschriften wurden nun der Geschäftsleitung der Novartis überreicht, um ihrem Anliegen deutlich Gehör zu verschaffen. «Die Mitarbeiter und die Unia fordern, dass beim geplanten Abbau auf jegliche Entlassungen verzichtet wird», sagt Brigitte Martig, Personalvertretung für Angestellte der Novartis.

Novartis soll Rücksicht nehmen

Die Unia ist der Meinung, dass die Novartis aufgrund der Grösse und der finanziellen Ausgangslage ohne weiteres in der Lage sei, den Stellenabbau sozialverträglich durchzuführen und Rücksicht auf die zum Teil langjährigen Mitarbeitenden zu nehmen habe.

Auch die SP Basel-Stadt erwartet eine langfristige Personalplanung, bei der die Mitarbeitenden Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten erhalten um im Betrieb bleiben zu können.

«Das Ziel ist es, Entlassungen zu vermeiden»

In einer Stellungnahme schreibt Novartis von «intensiven und konstruktiven Konsultationsgesprächen», die in den letzten gut zwei Monaten mit den internen Mitarbeitendenvertretungen und den Mitarbeitenden geführt worden seien. Nun würden die eingegangenen Vorschläge der Personalvertretungen geprüft und beantwortet.

«Es ist auch unser Ziel, Entlassungen möglichst zu vermeiden», schreibt Satoshi Sugimoto, Mediensprecher der Novartis, auf Anfrage von 20 Minuten. «Allerdings können wir dies aus heutiger Sicht nicht ausschliessen.»

Novartis will bis 2020 etwa eine Milliarde US-Dollar einsparen. Im Mai hatte der Konzern angekündigt, in den nächsten eineinhalb Jahren am Hauptsitz bis zu 500 Stellen zu streichen respektive ins Ausland zu verlagern, etwa nach Indien.

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