Finanzkrise: UniCredit will 9000 Stellen abbauen
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FinanzkriseUniCredit will 9000 Stellen abbauen

Die italienische Grossbank UniCredit will 9000 Stellen streichen, rund 5 Prozent der Belegschaft. Der Schritt erfolgt im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung.

Damit müssen fünf Prozent der gut 180 000 Mitarbeiter gehen. Betroffen sei vor allem Italien, sagte UniCredit-Chef Alessandro Profumo am Donnerstag in Wien. Die genaue Verteilung auf die Länder werde in Kürze aber noch diskutiert. In Deutschland und Österreich gebe es noch «Raum für Verbesserungen», sagte Profumo.

Der Stellenabbau steht im Zusammenhang mit der Integration der übernommenen römischen Capitalia-Bank. Den Entlassungen gegenüber steht der Aufbau von 11 500 Stellen durch die bereits angekündigte Eröffnung von 1300 neuen Filialen in Osteuropa.

Die Einsparungen in Westeuropa sind Teil der strategischen Neuausrichtung der Mailänder UniCredit, der in Wien die Bank Austria und in München die deutsche HypoVereinsbank (HVB) gehört. Für Osteuropa ist im Konzern die Wiener Tochter zuständig.

Profumo bekräftigte die Ziele der Bank für 2008 und fügte hinzu, dass im zweiten Quartal keine weiteren Abschreibungen auf das Portfolio mit verbrieften Wertpapiere zu erwarten seien. Bis 2010 plant die Bank vor allem dank eines dynamischen Wachstums in Osteuropa ein kräftiges Wachstum des Gewinns pro Aktie um jährlich durchschnittlich 10 bis 12 Prozent.

(sda)

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