Aktualisiert 01.02.2017 17:04

Schweizer Armee

Uniform mit Albaniens Nationalheld geschmückt

Rekruten haben ihre Schweizer Uniform mit dem Konterfei des albanischen Nationalhelden Skanderbeg geschmückt. Nun droht ihnen eine Disziplinarstrafe.

von
qll/lüs
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Sanitäts-Rekruten posieren mit einem Badge auf dem Ärmel, der das Porträt des albanischen Nationalhelden Skanderbeg zeigt.

Sanitäts-Rekruten posieren mit einem Badge auf dem Ärmel, der das Porträt des albanischen Nationalhelden Skanderbeg zeigt.

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«Zug Shipi» steht über dem Bild des albanischen Wilhelm Tell. Die Schweizer Armeeuniform zu verfremden, ist jedoch ein Verstoss gegen die Dienstvorschriften. Laut Armeesprecher Daniel Reist droht den Rekruten nun eine Disziplinarstrafe. Besonders hoch dürfte sie nicht sein: «Es handelt sich um einen leichten Fall», sagt Reist.

«Zug Shipi» steht über dem Bild des albanischen Wilhelm Tell. Die Schweizer Armeeuniform zu verfremden, ist jedoch ein Verstoss gegen die Dienstvorschriften. Laut Armeesprecher Daniel Reist droht den Rekruten nun eine Disziplinarstrafe. Besonders hoch dürfte sie nicht sein: «Es handelt sich um einen leichten Fall», sagt Reist.

Stolz posieren Schweizer Rekruten mit ihrer Uniform, an deren Ärmel ein Badge prangt, auf dem «Zug Shipi» steht und der einen Adler und das Konterfei von Skanderbeg zeigt. Skanderbeg gilt in Albanien und Kosovo als Nationalheld, er ist sozusagen der albanische Wilhelm Tell. Die Bilder kursieren derzeit auf Facebook und erfreuen die Community der Schweiz-Kosovaren.

Die Uniform auf diese Weise zu verfremden, ist jedoch nicht erlaubt, wie Armeesprecher Daniel Reist sagt. «An der Schweizer Armeeuniform dürfen ausschliesslich die offiziellen Badges der Verbände und Truppenkörper getragen werden.» Zwar komme es immer wieder vor, dass einzelne Kompanien oder Züge inoffizielle Badges herstellen lassen. «Diese zu tragen, ist aber nicht erlaubt.»

«Ein leichter Fall»

Bei den abgebildeten Personen handelt es sich um Rekruten der Sanitätsrekrutenschule in Airolo, wie Reist sagt. Diese würden nun vom Schulkommandanten wegen Nichtbefolgens der Dienstvorschriften einvernommen und allenfalls disziplinarisch bestraft. Allzu hoch dürfte die Strafe jedoch nicht ausfallen. Reist: «Es handelt sich um einen leichten Fall.»

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