Unikum aus der Zwischenkriegszeit entdeckt
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Unikum aus der Zwischenkriegszeit entdeckt

Das wäre wohl der letzte Ort, wo man ein Luftschiff vermuten würde: Die US-Marine hat einen einzigartigen Zeppelin auf dem Meeresgrund wiederentdeckt.

Die USS Macon war in der Tat einzigartig: Im Rumpf des Starr-Luftschiffes war ein Hangar untergebracht. Der fliegende Flugzeugträger konnte während der Fahrt vier Sparrowhawk-Flugzeuge ausklinken. Die Flugzeuge hatten dazu spezielle Haken an der Oberseite.

Sogar das Landen im Flug war möglich: Am Rumpf des Zeppelins war ein Trapez montiert, woran Piloten ihre Maschine einklinken konnten. Anschliessend wurde das Flugzeug in den Rumpf gezogen und verstaut.

Das Luftschiff ging am 12. Februar 1935 während eines Trainingsfluges bei Point Sur an der südkalifornischen Küste verloren. Das Heck war zu schwach konstruiert und wurde von einem Windstoss beschädigt. 81 der 83 Besatzungsmitglieder überlebten den langsamen Absturz, weil sie Zeit hatten, Rettungswesten anzuziehen. Die USS Macon selbst blieb seit damals verschollen.

Am 17. September fanden Forscher des NOAA (Wetter- und Ozeanbehörde der Vereinigten Staaten) das Wrack der USS Macon wieder. Unterwasserbilder zeigen den Hangar und die Gasturbinen des Luftschiffs.

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