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Union geht gestärkt in weiteren Machtkampf

CDU und CSU haben bei der Bundestags-Nachwahl in Dresden einen Sitz gewonnen und damit ihren Vorsprung im Bundestag vor der SPD auf vier Sitze ausgebaut. SPD-Chef Franz Müntefering deutete Kompromissbereitschaft in der Kanzlerfrage an.

Im Wahlkreis 160 gewann der CDU-Kandidat Andreas Lämmel am Sonntag mit deutlichem Vorsprung vor der SPD. Dadurch hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion künftig 226 Sitze, die SPD 222.

Die Union wertete das Dresdner Ergebnis als Signal für eine Kanzlerin Angela Merkel und forderte die SPD auf, ihren Führungsanspruch in einer grossen Koalition aufzugeben. SPD-Chef Franz Müntefering deutete Kompromissbereitschaft an: «Wir sind dafür, dass Gerhard Schröder Kanzler ist. Aber es wird in diesen Verhandlungen über die Gesamtkonstellation zu sprechen sein», sagte er.

Am Montagabend tagt in Berlin das SPD-Präsidium, und am Mittwoch steht das nächste Sondierungsgespräch über Möglichkeiten zur Bildung einer grossen Koalition an.

Bundestagswahl abgeschlossen - SPD verliert leicht

Mit der Nachwahl ist die Bundestagswahl endgültig abgeschlossen. Die verspätete Stimmenabgabe zwei Wochen nach dem eigentlichen Termin der Bundestagswahl am 18. September war notwendig geworden, weil eine Direktkandidatin der rechtsextremistischen NPD im Wahlkampf gestorben war.

Nach dem am Abend von Bundeswahlleiter Johann Hahlen in Wiesbaden bekannt gegebenen vorläufigen amtlichen Endergebnis für ganz Deutschland ergaben sich im Zweitstimmenergebnis der grossen Parteien nur bei der SPD eine leichte Veränderung: Statt 34,3 Prozent kommen die Sozialdemokraten nun nur noch auf 34,2 Prozent. Die Union bleibt stärkste Partei mit 35,2 Prozent. Die FDP kommt auf 9,8 und die Linkspartei auf 8,7 Prozent. Die Grünen erreichten 8,1 Prozent.

(dapd)

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