Basel: Unispital Basel fühlt sich fit für Verselbständigung
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BaselUnispital Basel fühlt sich fit für Verselbständigung

Das Universitätsspital Basel (USB) hat im letzten Jahr 3,1 Prozent mehr Patienten stationär betreut.56,5 Prozent der Patienten stammten aus Basel-Stadt, der Rest aus den Nachbarkantonen oder dem benachbarten Ausland. Das USB sieht sich gerüstet für die Zukunft.

Die Zunahme auf 30 205 stationäre Patienten zeige, dass das Spital für die Verselbständigung bereit sei, sagte Spitaldirektor Werner Kübler am Montag vor den Medien. Mit den Neuerungen im Krankenversicherungsgesetz (KVG) ab 2012 müsse und wolle sich auch das USB dem wettbewerbsorienterten Markt aussetzen.

Die Bevölkerung könne dann selber das Spital wählen. Dadurch würden auch die Leistungen des USB quantitativ und qualitativ besser messbar und vergleichbar, sagte Kübler weiter.

Aufenthalt im Spital wird kürzer

Das USB müsse sich künftig kantonal, regional und national als universitär-medizinisches Zentrum definieren, sagte Gesundheitsdirektor Carlo Conti. Mit rund 4900 Mitarbeitenden sei das USB ein grosser und attraktiver Arbeitgeber in der Region.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten sank von 8,3 im Vorjahr auf 7,9 Tagen im 2009. Diesen Rückgang bezeichnete Kübler im Hinblick auf die Einführung von Fallpauschalen als Wettbewerbsvorteil.

Dies bedeute aber nicht, dass Patienten grundsätzlich zu früh entlassen werden, sagte Kübler. Die grosse Mehrheit der Patienten wolle das Spital von sich aus so rasch wie möglich verlassen. Wenn jemand zu früh nach Hause geschickt werde, dann erfolge dies meistens wegen Engpässen auf der Station.

180 Mio. Franken Staatsbeitrag

In der Jahresrechnung beträgt der Aufwand 752,9 Mio. Fr. und liegt damit um 24 Mio. über dem Budget. Sowohl der Personal- als auch der Sachaufwand waren höher als geplant. Der Ertrag belief sich auf 572,8 Mio. Fr. und damit 18,5 Mio. über dem Budget. Bedeutend höher als geplant ausgefallen sind die Entgelte für Patientenleistungen.

Der Beitrag des Kantons Basel-Stadt beträgt dabei 180 Mio. Franken. Dies sind 1,2 Mio. weniger als budgetiert, aber 12,5 Mio. mehr als im Vorjahr. Die Staatsquote lag bei 25,8 Prozent, wie es weiter hiess. (sda)

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