Aktualisiert 09.05.2018 10:08

BaselUnispital hat nicht illegal Organe entnommen

Nach dem Tod ihres Sohnes erhob eine Mutter schwere Vorwürfe gegen das Unispital Basel. Mangels Beweisen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren nun eingestellt.

von
lha
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Im Dezember 2017 erhob eine Mutter gravierende Vorwürfe gegen das Unispital Basel. Ihrem verstorbenen Sohn seien illegal Organe entnommen worden. Puppe in einem Aufwachraum des Universitätsspitals Basel. (Archiv)

Im Dezember 2017 erhob eine Mutter gravierende Vorwürfe gegen das Unispital Basel. Ihrem verstorbenen Sohn seien illegal Organe entnommen worden. Puppe in einem Aufwachraum des Universitätsspitals Basel. (Archiv)

Keystone/Georgios Kefalas
Das Unispital wies die Anschuldigungen postwenden zurück. Ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft wurde am 7. Mai 2018 eingestellt, nachdem keine Beweise für die Vorwürfe der Mutter gefunden werden konnten.

Das Unispital wies die Anschuldigungen postwenden zurück. Ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft wurde am 7. Mai 2018 eingestellt, nachdem keine Beweise für die Vorwürfe der Mutter gefunden werden konnten.

Keystone
Beim Toten hatte überhaupt keine Organentnahme stattgefunden, so der Befund der Rechtsmedizin. Chirurgen an am Basler Unispital überwachen am Monitor eine Nierenentnahme. (Archiv)

Beim Toten hatte überhaupt keine Organentnahme stattgefunden, so der Befund der Rechtsmedizin. Chirurgen an am Basler Unispital überwachen am Monitor eine Nierenentnahme. (Archiv)

Keystone/Gaetan Bally

Die Vorwürfe waren gravierend. Das Universitätsspital soll, nachdem ein 20-Jähriger im August 2017 in der Notfallstation gestorben war, illegal Organe entnommen haben. Schlimmer noch: Die Ärzte des Spitals seien in einen organisierten Organhandel verwickelt. Die Mutter des Verstorbenen erstatte deswegen bei der Basler Staatsanwaltschaft Strafanzeige. Im Dezember wurde der Vorwurf publik und das Universitätsspital wies postwendend alle Anschuldigungen zurück.

Zu Recht: Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt, wie sie am Mittwoch mitteilte. Die Abklärungen im Rahmen des Strafverfahrens sowie das forensische Abschlussgutachten des Instituts für Rechtsmedizin Basel-Stadt ergaben, dass es «zu keinem Zeitpunkt zu einer Organentnahme gekommen war oder der Totenfrieden sonst wie gestört worden wäre», heisst es in der Mitteilung.

Obduktion wegen unklarer Todesursache

Der mit 20 Jahren verstorbene Deutsche war Anfang August 2017 in gesundheitlich kritischem Zustand von Maulburg (D) durch einen Rettungsdienst ins Basler Universitätsspital eingeliefert worden. Dort wurde sein Tod festgestellt. Weil die Todesursache nicht geklärt war, stellte die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen (D) ein Rechtshilfeersuchen an die Basler Staatsanwaltschaft, die Todesursache abzuklären. In der Folge wurde der Leichnam obduziert.

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