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José Mourinho«United ist fast ein Jahr her. Ich bin Tottenham»

Tottenham-Trainer José Mourinho hat vor dem Spiel bei Manchester United von seinem Ex-Verein geschwärmt. Siegen will er trotzdem.

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dpa/nih
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Ende November wird José Mourinho Trainer von Tottenham Hotspur. Seit er das Zepter bei Tottenham Hotspur in der Hand hält, geht es aufwärts für die Londoner.

Ende November wird José Mourinho Trainer von Tottenham Hotspur. Seit er das Zepter bei Tottenham Hotspur in der Hand hält, geht es aufwärts für die Londoner.

Keystone/Matt Dunham
Begonnen hat aber alles viel früher. Mit dem FC Porto sorgt José Mourinho für ein erstes Ausrufezeichen im internationalen Fussball. Mit dem damals erst 41-jährigen Trainer gewann der Club überraschend die Champions League.

Begonnen hat aber alles viel früher. Mit dem FC Porto sorgt José Mourinho für ein erstes Ausrufezeichen im internationalen Fussball. Mit dem damals erst 41-jährigen Trainer gewann der Club überraschend die Champions League.

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Nach dem Triumph mit Porto im Endspiel in Gelsenkirchen gegen Monaco wechselt Mourinho ins Lager der europäischen Grossclubs und wird von Roman Abramowitsch als Trainer zu Chelsea geholt. Er bleibt bis 2007 bei den Londonern. Zweimal wird er mit ihnen englischer Meister, einmal Cupsieger.

Nach dem Triumph mit Porto im Endspiel in Gelsenkirchen gegen Monaco wechselt Mourinho ins Lager der europäischen Grossclubs und wird von Roman Abramowitsch als Trainer zu Chelsea geholt. Er bleibt bis 2007 bei den Londonern. Zweimal wird er mit ihnen englischer Meister, einmal Cupsieger.

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«Ins Old Trafford zurückzukehren bedeutet, an einen Ort zurückzukehren, an dem ich glücklich war», sagte José Mourinho an der Pressekonferenz. «Das kann ich sagen. Ich habe ein tolles Verhältnis zu den Manchester-United-Fans.» Auch habe er mehr als 50 Nachrichten von Freunden aus Manchester erhalten. Mit diesen Freunden wolle er sich vor dem Match auch treffen und etwas trinken gehen.

Der Portugiese trainierte United von Mai 2016 bis zu seiner Entlassung im Dezember 2018. Er gewann mit den Red Devils den Supercup, den Ligapokal und die Europa League. Der Portugiese war der dritte United-Manager nach dem Rücktritt von Sir Alex Ferguson, schnitt aber am Ende, trotz der Titel, kaum besser ab als die Vorgänger David Moyes und Louis van Gaal. Auch zerstritt er sich mit Grossverdienern wie Paul Pogba und Alexis Sanchez. Dennoch erwartet er Respekt bei seiner Rückkehr. «Auch wenn mir klar ist, dass die United-Fans genau das Gegenteil von dem wollen, was ich will», sagte er. Er wolle schliesslich, dass Tottenham gewinne. Und: «Manchester United ist fast ein Jahr her. Ich bin Tottenham.»

Beide Teams brauchen Punkte

Derzeit befinden sich beide Teams ausserhalb der Qualifikationsplätze für die Champions League und müssen dringend punkten. Tottenham Hotspur liegt als Fünfter der Premier-League-Tabelle vier Plätze vor dem Neunten Manchester United. Mourinhos Spurs haben allerdings nur zwei Punkte Vorsprung auf seinen ehemaligen Club. Das Duell ist damit nicht nur aus persönlicher, sondern auch aus sportlicher Sicht sehr interessant. «Ich mag die grossen Spiele», freute sich Mourinho. «Ich spiele gern gegen die besten Teams. Das ist das Wichtigste.»

Und die Chancen stehen für den Portugiesen nicht schlecht. Seit er das Zepter bei Tottenham Hotspur in der Hand hält, geht es aufwärts für die Londoner. Aus drei Spielen resultieren drei Siege und zehn Tore. Die Spurs sind insbesondere im Spiel nach vorne wieder brandgefährlich. Doch die Abwehr – eigentlich das Prunkstück von Mourinho-Teams – bereitet dem 56-Jährigen noch Sorgen. Ein Zu-Null war noch nicht dabei. Ganz im Gegenteil: Gegen West Ham, Piräus und Bournemouth setzte es jeweils zwei Gegentore.

Miserables United

Manchester United hat derweil eine miserable Woche hinter sich: in der Premiere League gegen Sheffield United und Aston Villa jeweils ein Unentschieden, in der Europa League eine Niederlage gegen Astana. Ole Gunnar Solskjaer steht mit nur 4 Siegen in 14 Ligaspielen gehörig unter Druck. Gerüchte, dass er seinen Job loswerden könnte, wenn er das Spiel verliert, bezeichnete der Norweger an der Pressekonferenz als «Lüge». Er konzentriere sich auf das Spiel und sei von seinem Matchplan überzeugt.

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