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Für Fotos und VideosUnlimitierter Gratis-Speicher bei Google

Auf der I/O-Konferenz zeigt Google eine Vorschau auf Android M, vernetzte Geräte und einen neuen Fotodienst mit unlimitiertem Gratis-Speicher.

von
tob
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Sundar Pichai, Senior-Vizepräsident von Android und weiteren Produkten, hat die I/O-Konferenz für Entwickler eröffnet. Er gab einen ersten Einblick ins kommende Android M. Das System beinhaltet über 100 Verbesserungen und soll etwa helfen, Akku-Energie zu sparen. Verfügbar ist Android M ab dem dritten Quartal.

Sundar Pichai, Senior-Vizepräsident von Android und weiteren Produkten, hat die I/O-Konferenz für Entwickler eröffnet. Er gab einen ersten Einblick ins kommende Android M. Das System beinhaltet über 100 Verbesserungen und soll etwa helfen, Akku-Energie zu sparen. Verfügbar ist Android M ab dem dritten Quartal.

Jeff Chiu
Anil Sabharwal, Direktor von Google Photos, hat die neue App zur Verwaltung von Fotos und Videos vorgestellt.

Anil Sabharwal, Direktor von Google Photos, hat die neue App zur Verwaltung von Fotos und Videos vorgestellt.

Jeff Chiu
Mit der App können Bilder bearbeitet werden. Auch erkennt das Programm Gesichter - selbst wenn man altert - und gruppiert diese in einzelnen Ordnern.

Mit der App können Bilder bearbeitet werden. Auch erkennt das Programm Gesichter - selbst wenn man altert - und gruppiert diese in einzelnen Ordnern.

Am Donnerstagabend hat Google zu seiner jährlichen Entwicklerkonferenz I/O (Aufzeichnung) geladen. 6000 Entwickler und Journalisten vor Ort haben die Eröffnungs-Keynote verfolgt. Per Livestream haben mehr als zwei Millionen weitere Zuschauer den Event verfolgt, wie Sundar Pichai, Senior Produkte-Vizepräsident, am Anfang seiner Rede sagte.

Mit Google Photos stellt der IT-Riese eine eigenständige App für die Verwaltung und Aufbewahrung von Fotos und Videos vor. In den nächsten Stunden wird der Dienst aufgeschaltet. Google Photos bietet unlimitierten Cloud-Speicher für eigene Videos und Bilder – kostenlos. Gespeichert werden die Dateien mit einer maximalen Auflösung von 16-Megapixel bei Fotos oder 1080p-Auflösung bei Videos. Da die Dateien online abgelegt werden, kann man mit einem Klick ein Fotoalbum mit anderen Teilen. Auch hilft die App Erinnerungen einfacher zu organisieren, da Gesichter automatisch erkannt werden, selbst wenn man altert. Die Photo-App wird sowohl für Android wie auch für iOS verfügbar sein.

So funktioniert die Photos-App. (Video: Youtube/Google)

Vorschau auf Android M

Nein, einen offiziellen Namen hat das nächste Android von Google heute nicht bekommen. Bisher heisst es schlicht M. Die Leser von 20 Minuten sind sich aber einig: Laut einer Umfrage mit mehr als 2200 Teilnehmern würde ein Drittel der Leser am liebsten das System Android Marshmallow auf ihrem Smartphone installieren.

Android Lollipop war 2014 das bisher grösste Update für das Mobile-Betriebssystem. Mit Android M hat Google am Feinschliff gearbeitet, sagt Sundar Pichai, Senior Vizepräsident von Android bei Google. Mehrere Hundert Verbesserungen hat Google umgesetzt. So soll das System etwa helfen, den Handy-Akku zu schonen. Google verspricht eine doppelt so lange Standbyzeit. Möglich wird dies, weil das Smartphone erkennt, wenn es länger nicht genutzt wird. Dann wird das Gerät in eine Art Tiefschlaf versetzt. Google nennt das Doze.

Installation ab dem dritten Quartal

Auch wird die Regelung von Zugriffsrechte von Apps drastisch vereinfacht. Statt bei der Installation schon Zugriffsrechte zu vergeben, fragt das System künftig nur danach, wenn man die entsprechenden Funktionen in der installierten App nutzen will. Ausgebaut wird auch Android Pay, das Zahlungssystem von Google, ähnlich wie Apple Pay. Vorerst wird der Dienst in den USA lanciert – auch Android 4.4 und ein NFC-fähiges Gerät zählen zu den Voraussetzungen. Neu soll man auch per Fingerabdruck bezahlen können. Veröffentlicht wird Android M im dritten Quartal.

Emojis zeichnen

Mehr als 4000 Apps gibt es bereits für Android Wear, das Betriebssystem, das Datenuhren antreibt. In den nächsten Wochen soll auch Android Wear ein Update spendiert bekommen. Vereinfacht wird damit etwa der Versand von Emojis. Die Piktogramme können nun einfach auf das Display gezeichnet werden und die Uhr schlägt das passende Emoji vor.

Ein grosses Potenzial sieht Google beim Internet der Dinge. Waschmaschinen, Parkuhren, Türschlösser, Getränkeautomaten und zig weitere Geräte sollen an das Internet angeschlossen werden. Möglich werden soll dies mit dem Projekt Brillo – einem Betriebssystem für das Internet of Things. Es soll die Kommunikation mit vernetzten Geräten via Smartphone standardisieren. Noch in diesem Jahr will Google eine Version für Entwickler veröffentlichen.

Cardboard wird grösser

Im letzten Jahr hat Google die günstige Virtual-Reality-Brille Cardboard vorgestellt, ein gefaltetes Stück Karton, das mit einem Smartphone zur Cyberbrille wird. Dieses Jahr will der IT-Konzern die Brille weiter verbessern. In die neue Version sollen Geräte mit bis zu 6 Zoll grossen Displays passen. Die neue Funktion namens Expeditions soll Schulklassen helfen, virtuelle Ausflüge zu machen. Zusammen mit Kamerabauer GoPro will Google auch eine 360-Grad-Kamera-System namens Jump anbieten. Damit soll man live in jeden erdenklichen Ort der Welt eintauchen können.

Zudem hat Google die Nutzung des Smartphones für Entwicklungsländer mit einfacheren und weniger datenhungrigen Websites vereinfacht. Spannend: Noch dieses Jahr soll es endlich möglich sein, Google Maps offline zu nutzen – inklusive Navigation.

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