Bürgerkrieg: UNO drängt Gbagbo zum Rücktritt
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BürgerkriegUNO drängt Gbagbo zum Rücktritt

In der Elfenbeinküste sind Kämpfer des international anerkannten Präsidenten Alassane Quattara weiter auf dem Vormarsch. Die UNO verhängte Sanktionen gegen Gbagbo.

Nach Einnahme der Hauptstadt Yamoussoukro befindet sich auch die für den Handel mit Kakao wichtige Hafenstadt San Pedro in ihren Händen, wie Einwohner am Donnerstag sagten. Der UN-Sicherheitsrat in New York forderte in einer Resolution ein sofortiges Ende der Gewalt in dem Land und verhängte Sanktionen gegen den abgewählten Machthaber Laurent Gbagbo, der sich bislang weigert, die Macht an Quattara abzugeben.

Die Quattara nahestehenden Kämpfer nahmen am Mittwoch schon die Hauptstadt Yamoussoukro ein, am Abend des gleichen Tages eroberten sie auch San Pedro, das rund 300 Kilometer westlich von Abidjan liegt, der grössten Stadt der Elfenbeinküste. Das Land ist der grösste Kakao-Produzent der Welt.

In seiner Resolution verurteilte der Sicherheitsrat Gbagbos Entscheidung, die Wahl Ouattaras zum Präsidenten nicht zu akzeptieren. Das Gremium drängte Gbagbo «umgehend abzutreten». Zudem wurden ein Reiseverbot gegen Gbagbo, seine Frau sowie drei wichtige Vertraute verhängt und ihr Vermögen eingefroren. Internationale Beobachter befürchten, dass die seit Monaten anhaltenden Konflikte zwischen den beiden Lagern zu einem Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land führen könnten. (sda)

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