Aktualisiert 06.03.2008 00:01

UNO: Drogen sind schlecht - auch für Promis

Die Drogenkontrollbehörde der Vereinten Nationen (INCB) beklagt einen laschen Umgang vieler Behörden mit prominenten Drogensüchtigen.

In ihrem am Montag in Wien veröffentlichten Jahresbericht nennt die Behörde zwar keine Namen. Doch dass britische Promis wie der Skandalrocker Pete Doherty, dessen Ex-Freundin Kate Moss und die Soul-Sängerin Amy Winehouse gemeint sein dürften, lässt sich leicht erahnen.

Polizei und Gerichte handelten häufig nachsichtig, beklagte die Behörde. «Es darf keinen Unterschied geben zwischen einem Prominenten, der gegen das Gesetz verstösst, und einem Nicht- Prominenten», betonte INCB-Chef Hamid Ghodse. Dies sende eine negative Botschaft an Jugendliche und schränke das Vertrauen der Menschen in die Arbeit der Behörden ein.

Pete Doherty kam bislang trotz mehrerer Festnahmen wegen Drogenbesitzes um eine Haftstrafe herum. Winehouse versuchte sich mit mehreren Entziehungskuren zu bessern, auch Topmodel Moss macht mit ihrem regen Alkohol- und Kokainkonsum regelmässig Schlagzeilen.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.