Aktualisiert 24.01.2011 13:15

Elfenbeinküste

UNO soll Militärschlag billigen

Nigerias Präsident hatte schon mehrfach mit einem Militärschlag gegen den international nicht anerkannten Präsidenten Gbagbo gedroht. Jetzt will er für diesen Schritt die Unterstützung der UNO haben.

Die nigerianische Regierung hat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen um Zustimmung zu einer militärischen Intervention in der Elfenbeinküste ersucht.

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) brauche die «eindeutige Unterstützung» des Gremiums in Form einer «Resolution zur Billigung des Einsatzes von Gewalt», schrieb Aussenminister Odein Ajumogobia in einem Beitrag für mehrere nigerianische Zeitungen vom Montag.

Politische Krise führe zu «Anarchie und Chaos»

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan, der derzeit auch ECOWAS-Vorsitzender ist, hatte in den vergangenen Wochen mehrfach mit einem militärischen Vorgehen gegen den international nicht anerkannten ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo gedroht.

Ajumogobia warnte davor, dass die derzeitige politische Krise «unweigerlich zu Anarchie und Chaos» oder sogar «zu einem ausgewachsenen Bürgerkrieg» führen könne.

Seeblockade ist denkbar

Daher müsse Gbagbo «klargemacht werden», dass er «umgehend zurücktreten» müsse. Neben einem Einmarsch von Truppen in die Elfenbeinküste sei auch eine Seeblockade denkbar, schrieb Ajumogobia.

Seit der Präsidentschaftswahl vom 28. November tobt in der Elfenbeinküste ein Machtkampf zwischen Gbagbo und dem international anerkannten Wahlgewinner Alassane Ouattara. Beide beanspruchen den Sieg für sich und haben sich als Präsidenten vereidigen lassen.

(sda)

Fehler gefunden?Jetzt melden.