UNO-Staaten ringen um Friedenstruppe

Aktualisiert

UNO-Staaten ringen um Friedenstruppe

In New York haben die Beratungen über die Zusammensetzung der UNO-Blauhelmtruppe für Libanon begonnen. UNO-Vize-Generalsekretär Mark Malloch Brown erklärte, die UNO wünschten eine «robuste und gut ausgerüstete, aber nicht offensive Kraft».

Die Bemühungen für einen möglichst starken Einsatz erlitten jedoch kurz vor Beginn des Treffens einen Rückschlag: Frankreich sagte lediglich 200 weitere Soldaten für die im Südlibanon stationierte UNIFIL-Truppe zu. Die UNO hatten mit einem weit grösseren Beitrag Frankreichs gerechnet, das bei dem Einsatz eine Führungsrolle einnehmen soll.

Ein UNO-Sprecher erklärte kurz vor Beginn der Beratungen, bisher hätten die Mitgliedstaaten noch keine festen Zusagen gemacht. «Wir geben unser Bestes, damit wir vorankommen», sagte er.

Die Mitteilung Frankreichs könne aber zur Folge haben, dass auch andere Staaten nur kleinere Truppenkontingente stellen wollten. Es könne daher sein, dass Anfang nächster Woche noch ein zweites Treffen anberaumt werden müsse.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte in Berlin den Einsatz der deutschen Marine in Aussicht, schloss kämpfende Bodentruppen aber aus. Die vom UNO-Sicherheitsrat verabschiedete Resolution 1701 sieht die Aufstockung der derzeit etwa 2000 auf insgesamt 15 000 Blauhelmsoldaten vor.

(sda)

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